viennale XXV

den abschluss des festivals machte der neue film von robert altman, a prairie home companion. und natürlich ist wieder so vieles meisterhaft: wie altman eine abgeschlossene gesellschaft portraitiert. was er für gute schauspieler hat. wie respektvoll und vor allem wie genau er mit den figuren umgeht, selbst wenn sie komödiantisch angelegt sind. und trotzdem blieb mir das alles etwas fremd. …

viennale XXIV

a propósito de buenos aires klang wegen des konzepts sehr spannend: 11 angehende filmemacher inszenieren einen film über die stadt buenos aires. leider hat sich mir dann aber kaum etwas erschlossen. die geschichten und figuren, so denn welche durchgehend da waren, blieben weitgehend fragmentarisch, zusammenhänge konnte ich kaum herstellen. das ganze ist sehr komplex und gedacht, es wird viel mit …

viennale XXIII

die bekannten filme von kenneth anger kannte ich eigentlich schon. aber ich hatte sie noch nie im kino gesehen. und noch dazu in nagelneuen restaurierten fassungen. und die meisten auf 35mm. und in einem saal voller fans. und überhaupt. war gut. (achso, übrigens: herr anger hat davor werbung für sein buch „hollywood babylon“ gemacht, das gerade in einer doppelausgabe bei …

viennale XXII

be ahestegi beschreibt die geschichte eines iranischen gleisarbeiters, der einen anruf bekommt, dass seine frau verschwunden sei. er begibt sich auf die suche nach ihr und stößt auf ablehnung, veachtung und verschlossene türen. nachdem sie für tot erklärt wird, wendet sich das blatt nochmals und zeigt die abgründe der gesellschaftlichen tabus, die durch bestimmte rollenbilder hervorgerufen werden. der film erzählt …

viennale XXI

anger me ist eine dokumentation über den amerikanischen filmemacher kenneth anger. und der ist sehr redselig. nicht nur im film, sondern auch beim publikumsgespräch. bereitwillig erzählt er, dass im film nichts privates vorkäme, weil er manisch-depressiv sei, und da wäre er gerade in einer neutralen phase gewesen und hätte viel über seine arbeit und nichts privates erzählt. der film ist …

viennale XX

le dernier des fous ist noch ein merkwürdiger französischer film. der 11jährige martin lebt in einer familie von verrückten und sucht am ende erlösung durch drastische mittel. dabei wandert der film zwischen groteske und drama, und der schluss kippt ins absurde. sehr seltsam, das alles. zu seltsam als dass mir dazu ad hoc viel einfallen könnte.

viennale XIX

half nelson ist der typische teenager-und-lehrer-film: schwierige schülerin, lehrer schafft es, zu ihr einen kontakt aufzubauen, und am ende lernen beide voneinander. nur ist es hier so, dass der lehrer ein ernsthaftes drogenproblem hat, und es eigentlich die schülerin ist, die ihm hilft, und weniger umgekehrt. leider entwickelt der film aber durch die typische independentkinosprache etliche längen. bloß weil man …

viennale XVIII

ça brûle ist ein merkwürdiger film über ein teenagermädchen, das sich in eine amouröse fantasie zu einem älteren mann hinein steigert, die am ende beide umbringt. am anfang reitet sie viel und ungestüm auf einem pferd, gegen ende sieht man sie in einer lodernden, außer kontrolle geratenen feuersbrunst, die sie selbst verursacht hat. etwas viel symbolik für meinen geschmack. das …

viennale XVII

(trotz viennale-ende hier noch die restlichen filme) der heurige überraschungsfilm war eine persönliche hommage des festivalleiters hans hurch an danièle huillet, die zu beginn des festivals verstarb und wohl eine sehr wichtige person in herrn hurchs leben war. wegen hochgradigem stress entschied ich mich nach einer halben stunde zu gehen, obwohl sicilia! endlich eine bildungslücke geschlossen hätte. ich war aber …

hallo, zielgruppe?

auf der apple-seite alle möglichen trailer angesehen. let’s go to prison wirbt am anfang mit dem slogan „from the studio that brought you brokeback mountain„. und dann sieht man den trailer für eine gefängniskomödie.