Viennale’09: dffb Kurzfilmprogramm 2

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Mit Kurzfilmprogrammen habe ich persönlich bei Filmfestivals ja noch selten Glück gehabt. Weshalb das so ist, weiß ich nicht. Oft wirkt die Zusammenstellung auf mich beliebig, und/oder die Qualität der Filme ist sehr unterschiedlich.

Die dffb Berlin feiert 40jähriges Jubiläum und stellt sich auf der Viennale mit mehreren Kurzfilmprogrammen von Studenten udn Absolventen vor. Da dachte ich: Schaust Du Dir mal an, was die dort so machen. Aber leider muss ich offen sagen – ich war enttäuscht. Bis auf einen Film haben sich mir die Arbeiten schlichtweg nicht erschlossen oder ich fand sie rein handwerklich nicht gut genug (was z.B. bei den narrativen Filmen Regie oder Dramaturgie betrifft).

Hervorzuheben ist aber SPATZEN (R: Jan Speckenbach), ein Film der eigentlich als Kameraübung gedacht war und dann mehr als nur eine Etüde geworden ist. Die Kamera schwebt vor, neben und hinter dem Protagonisten her, man bricht plötzlich unvermittelt in Gesang oder Tanz aus, ist immer in Bewegung und dabei doch irgendwie ziellos, nur um am Ende dort zu landen, wo man am Anfang weggegangen ist – und zu entdecken, dass auch dort nichts so ist wie es scheint. Der Film ist originell, aber dabei belässt er es nicht, weil sich ganz beiläufig eine weitere Ebene auftut über die Absurdität der Alltagsbewältigung. Das hat mir sehr gefallen.

Gut besetzt und kompakt erzählt fand ich auch noch LENNY (R: Cyril Amon Schaublin), eine Geschichte über das Videotagebuch eines Teenagermädchens und eines Jungen, der die Clips ansieht. Auch hier hat sich eine zweite Ebene aufgetan, über das Alleinsein und den Zwiespalt zwischen virtueller und (nicht stattfindender) persönlicher Kommunikation. Mir persönlich war nur das Thema viel zu abgenutzt, was aber schlichtweg daran liegen mag, dass ich mich so viel mit dem Internet auseinandersetze, dass diese Erkenntnis der Kommunikationsunmöglichkeit für mich wirklich keine neue mehr ist.

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InesViennale’09: dffb Kurzfilmprogramm 2
Viennale


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