viennale III

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little miss sunshine ist eigentlich unspektakulär: einfache geschichte, emotionales thema. und erinnert zwangsläufig an sideways. beide haben einen unprätentiösen zugang und eine stimmige emotionalität, die glaubwürdig aus den figuren entwickelt wird. und beide filme haben einen aus den situationen heraus skurrilen humor und bestechen außerdem durch ein drehbuch, das dramaturgisches können beweist. interessant ist zum beispiel, dass bei sunshine die figuren am anfang episodisch eingeführt werden. erst nach einigen minuten begreift man, dass es sich dabei um mitglieder ein und derselben familie handelt. dieser erzählerische kunstgriff etabliert sofort das thema des ganzen films: sechs individuen, die dem thema familie wenig abgewinnen können bzw. nur behaupten, eine zu sein, aber eigentlich konträr handeln, werden durch die ereignisse wieder zu einem ganzen. komödie und drama liegen dabei immer ganz nah beinander, von keinem zu viel, von keinem zu wenig. und auch sonst macht dieser film ziemlich viel richtig. empfehlung.
wer gerade in wien ist: little miss sunshine läuft bei der viennale noch einmal am 17.10. im künstlerhauskino. österreichstart ist anfang dezember.

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Inesviennale III
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  1. christian

    wobei ich ja besonders die berg- und talfahrt zwischen komödie und drama als sehr gelungen empfand. ist ein wirklich erfrischender film, nach dem man rundum zufrieden das kino verläßt.

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