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ich sehe ja nicht besonders viel fern. ab und zu ein tv movie von der konkurrenz, um auf dem laufenden zu bleiben. oder ich sitze am abend vor dem fernseher, dann zappe ich herum und surfe nebenbei im internet. aber neulich bin ich hängengeblieben, und zwar bei der gehypten castinshow the voice of germany.

seit wochen erzählen mir die branchennachrichten etwas über sensationelle quoten, aber ich habe mich bisher verweigert. bis neulich eben. ich denke noch – ja, eh das übliche, aber dann begreife ich etwas: hier fehlt ein entscheidender punkt, der in allen anderen derivaten dieses formats zwingend zu sein scheint – es passiert kein bullying. weder von den juroren (die hier coaches sind, auch so ein feiner unterschied) noch vom konzept her provoziertes bullying zwischen den kandidatInnen. und noch etwas ist anders: die können wirklich singen. alle.

aber es ist diese verweigerung von konflikten die man normalerweise durch bohlen’sches fertigmachen der kandidaten herstellen will, das mich staunen lässt. und natürlich hoffe ich dass das ein grund für den großen erfolg ist, aber für die gute quote gibt es wie immer viele gründe und genau werden wir es nie wissen wieso es eigentlich so gut funktioniert. aber das ist auch egal. ich merke dass ich mich freue eine sendung einzuschalten in der niemand niedergemacht wird, nicht von den juroren und auch nicht von den konkurrentInnen. und es ist eine sendung in der ich mich für niemanden fremdschämen muss der aus berechnung vorgeführt wird. ich habe ja den anfang versäumt, aber zumindest in den beiden battle-runden die ich gesehen habe wurde auch bei der vorstellung der kandidatInnen nur das minimum an tränendrüsen-voiceover verwendet. und das wort „battle“ ist auch schon das einzige aggressive das mir da über den bildschirm geschwappt ist. ansonsten fällt mir zum ersten mal seit langem das wort „wertschätzung“ ein.

this is not a freak show, it’s about talent. und das gefällt mir.

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