Storytime: Ein Tagebuch, ein 360 Grad Film und Drehbücher galore

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Geschichten spielen in meinem Leben eine große Rolle. Deswegen stolpere ich auch immer wieder über welche, und zwar oft so nebenbei. Dort sind immer wieder Perlen dabei, und die sammle ich jetzt auf und poste sie in unregelmäßigen Abständen hier im Blog. Wär ja sonst schade drum. Also, los gehts!

Der Autor Daniel Wisser hat auf seiner Website eine Tagebuchgeschichte in mehreren Kapiteln aufgeschrieben. Es geht um jemanden, der unversehens zwischen zwei Zeiten herumspringt. Quasi Zeitreise, aber das Wort darf man nicht sagen, meint die Geschichte. Aber lest doch selbst: http://www.danielwisser.net/2017/01/10/undo-index/

Ach ja, apropos Daniel: Am 3. März 2017 erscheint sein neues Buch „Löwen in der Einöde“ bei Jung und Jung. Am 10. März ist die Buchvorstellung im Literaturhaus Wien. Und hier erzählt er euch schon mal einen Ausschnitt aus der Geschichte:

 

Bei den Oscars ist in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ ein 360 Grad Film namens „Pearl“ nominiert, und man kann ihn in ganzer Länge auf Youtube anschauen. Organisiert euch dafür am besten ein Google Cardboard, oder seht es zumindest auf einem mobilen Gerät in der Youtube App an. Because Immersion. (Ganz zur Not gehts auch in einem Chrome Browser am Computer.)

Patrick Osborne: Pearl

Patrick Osborne: Pearl

(Klickt aufs Bild, um zum Video zu gelangen.)

Ich mag daran übrigens, dass die Geschichte zwar simpel, aber gut erzählt ist. Sonst ist bei sowas ja oft der technische Effekt wichtiger als die Story.

 

Ach ja, und betriebsblind wie ich bin, vergesse ich natürlich zwischendurch immer wieder, dass Menschen außerhalb der Filmbranche nicht wissen, wie ein Drehbuch geschrieben wird. Also im Sinn von: Wie lang ist es, wie ist es formatiert? Deswegen gibts hier noch zwei Drehbuchlinks für die verschneiten Februarabende:

Hier sind die Drehbücher der ersten Staffel „Sherlock“.

Und hier sind viele der oscarnominierten Filme aus der aktuellen Saison. Es ist übrigens gscheit, wenn man sich die PDFs runterlädt. Sie sind legal, aber die Studios nehmen sie oft nach einiger Zeit wieder aus dem Netz.

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Weekend Links

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Heute gibt es was zum Anschauen fürs Wochenende.

Im New Yorker gibt es eine Fotoreportage von Sebastian Liste über die Partys der Reichen in Brasilien.

Brazil von Sebastian Liste (via The New Yorker)

Und dann hat mich noch diese längere Graphic Novel von Darryl Cunningham beeindruckt, in der es um den Werdegang von Ayn Rand geht.

Ayn Rand von Darryl Cunningham

Wenn ihr Links zu ähnlichen spannenden Graphic Novels im Netz habt, postet sie doch in den Kommentaren!

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InesWeekend Links

Making A Scene: 11 Performances

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Die New York Times hat den oscarpränmierten Kameramann Janusz Kaminski gebeten, 11 Szenen (also eigentlich: Vignetten) mit herausragenden Schauspielerinnen zu inszenieren. Hier ist das sehr sehenswerte Ergebnis.

Hier ist das Making Of des Kürzestfilmprojekts, das für den Filmschwerpunkt der New York Times gemacht wurde. Und es gibt hier einen langen Artikel zum Thema, wie sich das Kino in der Zukunft entwickeln wird.

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Weekend Links

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From Tuesday on I will be gone for a week, so there will be no updates on my blog. But I am posting a few links here now, so you have some stuff to dig through in the meantime.

Billy Wilder would have been 106 years on June 22nd. The website Cinephilia & Beyond (which I strongly recommend!) has found two full length documentaries. Here is one of the two docs:

I have to emphasize how great the Cinephilia blog is. If you find some time, go and read it. It is really worthwhile. They also have a twitter.

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Also, there is a link making the rounds at the moment, where Aaron Sorkin explains how to write a script, or rather how to write a scene from his new series NEWSROOM. A great read!

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If I find the time I am going to blog live from Filmmaking Masterclass in Majorca next week!

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Wochenedlinks

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Weil ich ab Dienstag eine Woche weg sein werde und es hier vermutlich keine Updates geben wird, stelle ich hier schon mal vorsorglich einige Links zur Überbrückung hinein.

Billy Wilder wäre am 22. Juni 106 Jahre alt geworden. Und die sehr empfehlenswerte Seite Cinephilia & Beyond hat aus diesem Anlass zwei Dokus gefunden, die man in gesamter Länge anschauen kann. Hier ist eine davon:

Ich will nochmal drauf hinweisen wie großartig ich das Cinephilia-Blog finde. Wenn ihr ein bisschen Zeit habt, stöbert einmal darin. Es gibt auch einen Twitter Account.

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Außerdem macht derzeit noch ein Link die Runden, in dem Aaron Sorkin erklärt wie er ein Drehbuch schreibt, bzw. genauer gesagt, eine Szene aus seiner neuen Serie NEWSROOM. Sehr lesenswert!

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Wenn ich die Zeit finde, werde ich hier nächste Woche live von der Filmmaking Masterclass in Mallorca bloggen, mal sehen!

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InesWochenedlinks

Wochenendvideos

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Ich bin von heute bis Montag in Sachen Stoffentwicklungsunterricht unterwegs, und zwar zum letzten Mal in diesem Sommersemester an der Kommunikationswissenschaft in Salzburg und an der FH Medientechnik in St. Pölten.

Damit es hier nicht langweilig wird poste ich ein paar Wochenendvideos.

Zuerst ein einstündiges Video, in dem die Autoren bzw. Showrunner einiger der aktuell besten amerikanischen TV-Serien über ihre Arbeit sprechen (ein Transkript des gesamten Gesprächs findet ihr hier):

Der nahenden Emmy-Verleihung sei gedankt – dennn dadurch gibt es jetzt (und sicher in den nächsten Tagen) noch mehr Interviews zum Thema TV-Serie. Hier reden zum Beispiel die Hauptdarsteller einiger Serien über ihren Beruf. So schnell kriegt man Jon Hamm (MAD MEN), Damian Lewis (HOMELAND) und Co. alle auf einmal für eine ganze Stunde in dieser Konstellation vielleicht nicht mehr zu sehen.

Wer sich für die Showrunners der Comedy-Serien interessiert findet hier deren einstündiges Interview, u.a. mit Liz Meriwether (NEW GIRL) und Paul Lieberstein (THE OFFICE).

Ich hätte noch einige andere Videolinks parat, aber die hebe ich mir für ein anderes Wochenende auf. Schließlich soll am Samstag und Sonntag nach Wochen der Kälte endlich die Sonne scheinen, da wollt ihr sicher lieber draußen sein statt hier drinnen vor dem Bildschirm, oder?

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Pre-production THE SILENT MOUNTAIN

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Director Ernst Gossner started pre-production on the period piece THE SILENT MOUNTAIN (script: Clemens Aufderklamm, script consulting: Scriptalicious).

The locations are stunning, and I am not only talking about the breathtaking views from the mountains. Here you can see the hotel where the whole story starts in 1915.

Hotel from the movie THE SILENT MOUNTAIN, © Der Stille Berg, 2012

Hotel from the movie THE SILENT MOUNTAIN, © Der Stille Berg, 2012

You can find more photos and informations on the Facebook page of the movie.

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Character development – with a twist

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I have subscribed THE NEW YORKER for several years now. Often I only find time to skim through the contents, but when I am sitting down for a few hours to read one of the long articles it is always a great experience. Not only because the dramaturgy of the articles is great, and also the writing, but I always have the feeling that I get really close to the portrayed characters (actually like you do when you are watching a really good documentary).

One of these articles is the portrait of Frédéric Bourdin. Writer David Grann gets close to this man who is a notorious lier and often transforms himself into peronalities of missing children. But different to most con-men his aim is not his victim’s money. Instead he seems to be driven by the need for attention, love and wanting a real family. Which boundaries he crosses and how his path suddenly interferes with the family of a missing boy (and what crime seems to be behind that) you can read here.

But why am I writing this here on Scriptalicious? Because when Bourdin describes how he is creating his „characters“ it reads like a „how to“ article on character development for screenplays.

One day when I was visiting Bourdin, he described how he transformed himself into a child. Like the impostors he had seen in films such as “Catch Me If You Can,” he tried to elevate his criminality into an “art.” First, he said, he conceived of a child whom he wanted to play. Then he gradually mapped out the character’s biography, from his heritage to his family to his tics. “The key is actually not lying about everything,” Bourdin said. “Otherwise, you’ll just mix things up.” He said that he adhered to maxims such as “Keep it simple” and “A good liar uses the truth.”

Apart from some good ol‘ writing tips like „keep it simple“ (and somewhere between the lines „write what you know“) the whole article is a psychological thriller with a real crime story as a B-plot. I really recommend reading it.

By the way: I asked myself why no one has made a movie from this story yet, but of course that already happened. There was a feature film in 2010, and a documentary will premier this year.

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Figurenentwicklung – im echten Leben

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Ich habe seit einigen Jahren ein Abo für den NEW YORKER. Oft komme ich gar nicht dazu, mehr zu tun als den Inhalt zu überfliegen, aber wenn ich mir dann ein paar Stunden Zeit nehme und einen der langen Artikel lese macht es alles wett. Nicht nur weil die „Dramaturgie“ der Essays großartig ist, und der Stil noch dazu, sondern weil man den Menschen um die es geht unglaublich nahe zu kommen scheint (eigentlich wie in einem wirklich guten Dokumentarfilm).

Einer dieser Artikel ist das Portrait von Frédéric Bourdin. Der Autor David Grann nähert sich dabei einem Mann an, der notorisch lügt und dabei immer wieder den Namen und die Persönlichkeit verschwundener Kinder angenommen hat. Anders als bei den meisten Hochstaplern war sein Ziel aber offenbar nicht seine Opfer um ihr Geld zu bringen, sondern… ja was eigentlich? Offenbar gibt es bei diesem Mann eine große Sehnsucht nach Anerkennung, Liebe und Familie. Welche Grenzen er dabei überschreitet und wie sich sein Weg plötzlich mit der Familie eines verschwundenen Jungen kreuzt (und was da womöglich für ein Kriminalfall dahinter steckt) lest ihr am besten selbst.

Und wieso schreibe ich hier auf Scriptalicious darüber? Weil Frédéric Bourdin mitten im Artikel beschreibt wie er seine „Figuren“ kreiert. Und das liest sich für mich wie ein „How To“ der Figurenentwicklung in Drehbüchern.

One day when I was visiting Bourdin, he described how he transformed himself into a child. Like the impostors he had seen in films such as “Catch Me If You Can,” he tried to elevate his criminality into an “art.” First, he said, he conceived of a child whom he wanted to play. Then he gradually mapped out the character’s biography, from his heritage to his family to his tics. “The key is actually not lying about everything,” Bourdin said. “Otherwise, you’ll just mix things up.” He said that he adhered to maxims such as “Keep it simple” and “A good liar uses the truth.”

Abgesehen von den guten Drehbuchratschlägen „Keep it simple“ (und im Grunde auch das oft gehörte „Write what you know“) liest sich der Artikel wie ein Psychothriller, der im B-Plot noch dazu einen echten Krimi aufweisen kann. große Leseempfehlung.

Ich habe mich übrigens beim Lesen gefragt wieso das noch nicht längst verfilmt wurde. Ist natürlich schon passiert, und zwar 2010 als Spielfilm und dieses Jahr als Dokumentarfilm.

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