Eyecandy: One Perfect Shot

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Der Moment in Skyfall, als James Bond dem brennenden Haus seiner Kindheit davonläuft und der Himmel verglüht. Der Schnee, der die Landschaft in Fargo zu einer Bleistiftzeichnung macht. Das Mädchen und das Urzeitvieh in Beasts Of The Southern Wild.

Die Website One Perfect Shot sammelt diese Momente und versorgt uns zusätzlich mit Hintergrundinformationen, Interviews und Artikeln zu den Filmen und Menschen hinter den Kameras.

Skyfall. Kamera: Roger Deakins.

Fargo. Kamera: Roger Deakins

Beasts Of The Southern Wild. Kamera: Ben Richardson.

Dass diese Menschen, die diese Bilder einfangen, übrigens fast ausschließlich Männer sind, sieht man, wenn man in der Suchfunktion auf „cinematographers“ klickt – aber das ist eh nichts Neues.

Übrigens fällt mir gerade ein, dass ich schon vor langem ein Pinterest Board mit solchen Filmbildern eröffnet habe. Ich hatte es wirklich vergessen. Hier ist es.

Ihr habt doch sicher auch Filmbilder, die sich in euer Gedächtnis eingegraben haben. Welche sind es denn?

 

Euch gefällt, was ich hier auf meinem Blog poste? Das freut mich! Ihr könnt gerne mal hier im Blog einen Kommentar hinterlassen, oder mir ein paar freundliche Worte per E-Mail schicken. Außerdem freue ich mich auch sehr über ein Buch von meinem Wunschzettel. Das kann ich dann alles lesen, wenn einmal einer dieser Momente um die Ecke kommt, in denen Motivation oder Inspiration kurz Pause machen. Danke euch fürs Lesen und Mitreden und Dasein! <3

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InesEyecandy: One Perfect Shot

Hinter den Fotos

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Bei meiner wöchentlichen Weekend Writing Challenge geht es darum, den Menschen auf den Fotos ausgedachte Geschichten anzudichten. Als ich selbst noch mitgemacht habe, erkannte ich bald ein Muster: Meine Figuren hatten immer ein Geheimnis. Manchmal eine Sehnsucht, oft etwas sehr Konkretes, das sie verstecken mussten. Etwas, das außerhalb der erwarteten gesellschaftlichen Norm liegt. Das hat mich immer schon interessiert: Worum geht es hinter der Fassade, was ist die Geschichte hinter dem Offensichtlichen? Oder besser: Was könnte sie sein? Denn die Realität ist ja meistens weitaus banaler als man es sich wünscht. Manchmal aber auch nicht.

Margret: Chronik einer Affäre.

Margret: Chronik einer Affäre.

Heute bin ich auf einen Artikel gestoßen, in dem es um eine reale Geschichte geht, die so merkwürdig klingt, dass ich sie manchmal für ausgedacht halte. Sie geht so: 1969 beginnt der deutsche Geschäftsmann Günther K. eine Affäre mit der ebenfalls verheirateten Margret S.. Er dokumentiert jedes Treffen mit buchhalterischer Akribie, macht zahlreiche Fotos, schreibt Berichte, in denen er jede Stellung beim Sex aufzeichnet, jedoch mit einer leidenschaftslosen Sprache. Günther K. sammelt die leeren Verpackungen der Verhütungspillen von Margret S., eine Haarlocke und sonstige Devotionalien, und sie posiert in den Kleider, die er ihr gekauft hat.

Margret: Chronik einer Affäre.

Margret: Chronik einer Affäre.

Der Aktenkoffer mit den Dokumenten wird bei einer Wohnungsauflösung gefunden, aus seinem Inhalt entstehen eine Ausstellung und ein (leider vergriffenes) Fotobuch.

Margret: Chronik einer Affäre.

Margret: Chronik einer Affäre.

Was mich nicht loslässt, ist die Psychologie hinter den Aufzeichnungen. Diese Gewirr aus psychischen Spielen, aus Obsession und Abhängigkeit, aus dem Gefallen am Begehrtwerden einerseits, und der unheimlichen Lust an der Kontrolle andererseits. Und natürlich meine Position als Voyeurin. Ein Dreieck, das mich sehr fasziniert, wie überhaupt das Thema Found Footage ein interessantes ist, z.B. die Geschichte der Fotos von Vivian Maier.

Es gibt viele (Kurz-)Filme aus Found Footage Material, die entweder neue Erzählungen generieren, oder sich mit der Geschichte hinter dem Material auseinandersetzen. Ich habe gerade nur Bildfetzen im Kopf, die von Filmfestivals übrig geblieben sind. Stichworte: Amateurfilmszene, ersteigerte oder am Flohmarkt gefundene Koffer mit Filmen oder Fotos usw. Spontan fällt mir z.B. der Film „Die Souvenirs des Herrn X“ des österreichischen Filmemachers Arash T. Riahi ein.

Kennt ihr ähnliche Geschichten über gefundene Fotos, Dokumente, Bilder? Fallen euch Kunstprojekte ein? Filme? Ich suche nicht unbedingt Arbeiten, in denen die Bilder auf Found Footage getrimmt sind, also gefaktes Material, wie man es z.B. bei Mockumentaries wie „Blair Witch Project“ oder „Paranormal Activity“ eingesetzt hat, sondern wirkliche gefundene Bilder, Filme und Dokumente. Ich finde das Thema spannend. Wenn euch weitere Projekte einfallen, hinterlasst mir doch Links in den Kommentaren, Dankeschön!

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InesHinter den Fotos

Hurra, Rezepte!

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„Formula movies“ nennt man die Filme, die nach dem immer gleichen Schema funktionieren. Hier gibt es eine schöne Grafik, die das in verschiedenen Genres visuell durchexerziert. (Wenn ihr aufs Bild klickt, kommt ihr zu einem Artikel mit einer größeren Version der Grafik.)

Ich habe versucht die Herkunft der Grafik, die ich bei GITS gefunden habe, zurückzuverfolgen, und bin beim New York International Lationo Film Festival gelandet. Auf deren Seite kann man sich sogar einen eigenen Actionfilm anfertigen, und es gibt dieses Video. Gefällt mir!

NYILFF 2012 - Alien Invasion Movie Recipe from NYILFF on Vimeo.

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InesHurra, Rezepte!

Watchlist: Webserien

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Webserien gibt es ja mittlerweile sehr viele, und wie man sie finanziert steht trotzdem in den meisten Fällen noch in den Sternen. Aber das ist eine andere Diskussion.

Auf Flavorwire werden 10 Webserien vorgestellt. Manche lassen sich hier nicht abspielen, andere kenne ich schon, aber SUBMISSIONS ONLY war mir neu. Eine Serie rund um Vorsprechen, Castings und Theater, mit einem Humor den ich mag, gutem Tempo und sympathischen emotionalen Momenten. Und vielleicht mag ich es auch, weil ich einen großen Teil der 1990er in Theaterproberäumen als Regieassistentin verbracht habe.

Alle Folgen der ersten beiden Staffeln gibt es hier, und das ist die erste Episode:

Ich habe mir mittlerweile alle Folgen beider Staffeln angesehen und muss sagen: Es wird besser und besser. Und zwar nicht nur drehbuchtechnisch, sondern auch was die Kamera betrifft. Hey, ich bin ein Fangirl! Wann geht die nächste Staffel los?

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InesWatchlist: Webserien

Video: Weekend At the Beach

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Wolltet ihr immer schon mal Jean-Luc Godard in Badehose, Wim Wenders angezogen (mit Hosenträgern) und Heiner Müller ein Buch lesend an einem kalifornischen Strand sehen? Hier, bitteschön:

Ich persönlich finde das Video ja eher durchschnittlich, bis der Film in Minute 6:57 von den Erwachsenen weg und zu dem einen Kind hinschneidet… :-)

Achso, wer sich über den seltsamen Off-Kommentar wundert: „Shortly before Ira Schnieder edited it, he had seen some Godard political/very wordy films which he couldn’t stand. He therefore spoke a rather cynical narration.“ (Das Video habe ich übrigens bei CARGO gefunden, und das zitierte Statement steht hier.)

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InesVideo: Weekend At the Beach