the oscars!

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in gut zwei stunden gehts los mit der oscar verleihung. madame c. hat schon neben mir auf dem sofa platz genommen und wird mich beim tratschen, klatschen und in red carpet robenfragen beraten. der beamer projiziert bereits die diversen pre-shows auf die wohnzimmerwand, und der sekt ist auch schon offen.

hier wird also live gebloggt, pia reiser bloggt bei fm4 ebenfalls live, auf evolver wird auch gebloggt. die heurige oscar wette lief bei probek (mit vielen links), der ebenfalls live bloggt. und the queen of all media, perez hilton, scheint auch live zu bloggen.

00:10: so, auf e! entertainment geht es los (digitales kabelfernsehen sei dank). ryan seacrest interviewt miley cyrus, die ein seltsames kleid hat. „libellenkleid“, meint madame c.. irgendein style guru redet grad und lobt anna hathaway und penelope cruz. wir sind uns nicht sicher wegen penelopes stirnfransen.
madame c. zu mileys kleid: Miley Cirus hat allen Elfen im Disney-Universum die Flügelchen ausgerupft und in ein Kleid mit tausenden Pailletten und Glitzersteinchen verarbeitet. Hm ja.

00:19: hugh jackman hinter den kulissen. sehr australischer akzent. hm naja.

00:30: dass ich so viele nominierte filme nicht gesehen habe gereicht mir leider wieder mal zum nachteil befürchte ich. ich erkenne die nominierten nebendarstellerinnen am red carpet nicht.

00:38: kevin kline schaut alt aus, jessas.
madame c. meint: zac efrons gelfrisur wird heute einige millionen mädchen schlecht schlafen (wahlweise aus dem fanclub austreten) lassen.

00:39: madonna! wo ist ihr neuer, der jesus?

00:52: madame c. meint: taraji p. hensons cremeweißes kleid fließt in unzähligen mini-katarakten bis zum boden, wie vor aufregung erstarrter schlagobers. hübsches stern-collier.
freida pinto trägt john galliano, asymmetrisch mit einem spitzenärmel. nicht gerade trademark-galliano, aber bitte.

(madame c. läuft mir hier völlig den rang ab mit ihren unglaublich kompetenten modeanmerkungen. ich bin ganz ehrfürchtig.)

00:55: robert pattinson stehen die haare zu berge. heidi klum kann sich in puncto frisur mit zac efron auf ein packl hauen.

00:58: viola davis sieht wirklich gut aus. jetzt details zu heidi klums kleid. sehr asymmetrisch und grafisch. „origami style“ sagt der style guru im fernsehen.
madame c. meint: heidi klum, dich hat hier ja echt niemand gebraucht. das haargel von zac efron geborgt und das rote kleid vom vorletzten jahr umgeändert („wird schon niemandem auffallen, harhar“).
viola davis im goldenen halterneck von reem accra mit markantem dekollete. schön, aber etwas safe.
heidi klum trägt tonnenweise schmuck von claire’s accessories. hässlich. genauso wie das kleid.

01:04: die blonde aus mamma mia! ist kurz aufgetaucht und trägt ein kleid mit einer riesenschleife, was ja so 2008 ist.
madame c. meint: mamma mia! amanda seyfried trägt die schleife vom letzten jahr auf.
und heidi klums kleid ist zwar von roland mouret, besticht aber trotzdem
durch äußerste geschmacklosigkeit. und man kann ihre hässlichen armbänder irgendwo gewinnen, hilfe!! (auf der coca-cola-website hört man gerade eine kleine von heidi eingeschmuggelte werbeeinschaltung).

01:11: mickey rourke raucht auf dem red carpet die zigarette, die ihm sein assistent vorher angezündet hat. ich habs genau gesehen.
und zu robert pattinson fällt uns beiden beim besten willen nichts ein.
madame c. meint: außer: besserer einsatz von haargel als zac efron.

01:18: sarah jessica parker verspricht uns ein sex & the city sequel. und matthew broderick sieht auch nie besser aus, obwohl ich es von jahr zu jahr hoffe. überhaupt: die sind noch zusammen?
madame c. meint: sie trägt dior couture mit pailletten-schlangenlinien, er ein schmieriges grinsen.

01:27: wir werden bald umschalten zum orf, weil uns da vielleicht götz spielmann vor die linse läuft.
jetzt ist mickey rouke beim interview. es gefällt ihm am red carpet, weil er ja noch nie da war. und er spricht über den tod seiner hündin. die er um den hals trägt. quasi.
madame c. meint: marisa tomeis kleid entpuppt sich als gefinkelte servietten-falterei, je näher es dem boden zugeht. dieser eine ärmel bleibt immer noch mysteriös.
sophia loren: die nacht der lebenden toten. und jede menge tüllblumen an den schultern. und noch mehr selbstbräuner.
mickey rourke im off-white anzug von jean-paul gaultier, ein foto vom neulich verstorbenen hund an der halskette.

01:33: wenn wir in dem tempo weiterbloggen wird das eine novelle. ach was sag ich, ein roman! naja, egal.
anna hathaway hat ein tolles kleid. so nixenmäßig, mit fischschuppenpailletten. und asymmetrie is the new black, scheint es.
madame c. meint: josh brolin, der mann, dem alle arten von bärten stehen. ein seltener fall.
diane lanes kleid passiert leider außerhalb des e! entertainment kamera-ausschnitts.

01:35: oh my god. ärgstens! bitte, wie schaut denn der peter gabriel aus? ich packs nicht. hätte ich ohne namenseinblendung nicht wiedererkannt. jessas.
ich kann mir nicht helfen, aber evan rachel wood wirkt irgendwie recht gschert.

01:37: was hängt denn der jessica biel aus dem dekoltee? ein cremefarbener stofffetzen ist es. creme ist recht in heuer, sagt der styleguru.
madame c. meint: anne hathaway trägt mit ihrem cremefarbenen mermaid-paillettenkleid die last mehrerer oscar-trends gleichzeitig auf den schultern. daneben sieht evan rachel woods kleid wie die wirtschaftskrisenversion von hathaways robe aus. trotz rezession hätte irgendetwas protziges um den hals nicht geschadet.
jessica biel hat sich das kleid schnell aus einem alten tischtuch gebastelt, kann auch nicht jeder.
angelina jolie zum x-ten mal in einem fließenden schwarzen etwas, kündigt sich unter diesem zeltchen die nächste schwangerschaft an?

ja genau, ich dachte auch SOFORT an schwangerschaft bei angelina jolie.

01:43: daniel craig, daniel craig! ok, geht schon wieder. jetzt taucht kate winslet auf. unglaublich schön.

01:51: madame c. meint: philip seymour hoffman setzt mit seiner wollhaube das definitive „des ist mir alles wurscht“-fashionstatement.
kate winslet auch asymmetrisch, aber wunderbar in blaugrau-schwarzem ensemble, großartige frisur.
penélope cruz als sosolala-cremetorte, die corsage quetscht ihren busen schmerzhaft, aua.

ah, kate winslet! unglaublich. ich bin gerade vollkommen sekundenverliebt in kate winslet.

02:02: wir schalten um auf orf. hier sind nochmal die ganzen promis. sarah jessica parkers haarfarbe geht gar nicht. finden wir.

02:10: valentino ist sehr schönheitsoperiert. sehr. und seine haarfarbe kann man gar nicht beschreiben, so undefiniert gefärbt ist sie.
die slumdog schauspieler reihen sich auf wie die orgelpfeifen. das klischee der indischen großfamilie wird bedient. aber alle freuen sich.
zac efrons frisur wird auch beim zweiten hinschauen nicht besser.
die frau vom robert downey jr. hat einen roten vorhang an. auch interessant.

02:17: ein kurzer schlenker zu götz spielmann. was hat johannes krisch an, bitte? ursula strauss schaut gut aus. bis auf die handtasche. aber der krisch – das ist jetzt echt… na, des geht net. tut mir leid. aber echt.

02:20: maryl streep und tochter haben „matching ensembles“. geht auch gar nicht.
auf den anderen blogging seiten gehts zu, bist du gscheit. und per mail gehts hier auch rund. multitasking ist angesagt. roséwein trinken, bloggen, sich austauschen, dazwischen eine zigarette rauchen, bloggen… uff.

02:24: seth rogen hat abgenommen. steht ihm gut.

02:30: jetzt gehts wirklich los. ui, kristalle galore! very classy. der angeblich schönste mann von überhaupt betritt die bühne. mit australischem akzent. die atmosphäre wirkt intimer. hugh darf witze machen. und singen! und tanzen! ned schlecht.
das bühnenbild ist von be kind rewind abgekupfert. aber sehr kreativ. mir gefällts. haha, „the wrestler“ wird verarscht. wunderbar!
perez hilton schreibt: „This is one of the gayest openings ever. Loving it!“. stimmt.
(wir finden leider keine möglichkeit, den australischen akzent von hugh zu verschriftlichen. wir arbeiten dran.)

02:42: madame c. meint: mickey rourke, silberzahn, aaahh!
ja, genau. wtf?

02:43: tilda swinton hat einen sack an. macht nix, die ist immer gut. sie präsentiert mit vier weiteren ehemaligen preisträgerinnen die nominierten für die besten nebendarstellerinnen. woopie goldberg hat ein leopardenetwas an. strange.
madame c. meint: tilda swinton trägt einen beigen sack und sieht immer noch großartig aus, wie david bowies schwester aus „the man who fell to earth“.

02:47: wir haben eine erste gewinnerin: penelope cruz!
madame c. meint: penélope schleppt ihre zwei tonnen spitze auf die bühne, congratulations!

02:52: hilfe, der orf spielt in der werbepause eine lobhudelei auf den wahlösterreicher peter morgan (autor von frots/nixon) ein. nix gegen peter morgan (im gegenteil!), aber das ist doch ein bissl viel.

02:54: weiter im text. wörtlich gesprochen. weil jetzt gehts ums beste originaldrehbuch. mit einem lustigen intro der moderatoren. bitte „in bruges“, das ist so ein gutes drehbuch.
na geh, es ist „milk“ geworden.
und zack! weiter gehts mit dem bestem adaptiertem drehbuch. slumdog millionaire. na eh klar.
madame c. meint: simon beaufoy, der drehbuchautor von „slumdog millionaire“, trägt eine schräge halskette quer über der krawatte. britische landestracht, wenn ja, welche?
und sein zetterl mit der rede drauf ist gold! entzückend!

03:10: der japanische(?) kurzfilmgewinner ist ja lustig. „sänk ju mai pänsil“. haha.
madame c. meint: jennifer aniston mit eingeflochtenen fashionblogger-stirnfransen, die frau geht mit der zeit…

pause. herr horwath sagt, dass wall-e sein lieblingsfilm ist. ich staune. aber er hat recht – dieser film beherrscht die techniken des klassischen hollywoodfilms wirklich perfekt.

03:15: daniel craig! daniel craig! er präsentiert bestes set design. und hat sich grad versprochen. skandal. zehn peitschenhiebe, sofort! (nackt, auf einem alten stuhl natürlich. remember casino royale?) ok, benjamin button ist es geworden. (das set design der oscar veranstaltung finde ich wirklich gut. um welten besser als in den letzten jahren.)

03:21: bestes kostümdesign an „the dutchess“.
ich liege mit meinen oscar tipps heute so weit daneben wie es nur geht. ich habe auch meistens geraten. gibt es einen preis für den letzten platz beim wetten?
der makeupgewinner rattert die namen herunter und trägt selber eine maske als philipp seymour hoffman doppelgänger.

03:32: super, ben stiller als joaquin phoenix. haha! die beste ansage bis jetzt.
der geehrte kameramann ist es offenbar nicht gewohnt, in einem anzug zu stecken. so wie der wurf des stoffes ausschaut.

03:38: das tischtuch mit jessica biel dran hat seinen großen auftritt als präsentator des scientific technical arward. whatever.

03:46: jetzt kommen die kurzfilme. die kategoerie wo man immer original gar nichts kennt. in „spielzeugland“ kommen nazis vor. hätte ich das gewusst, hätte ich dafür gewettet. und prompt hat es gewonnen.

03:49: hannelore veit hat sich verkutzt. oje. herr horwath sieht lächelnd darüber hinweg.

03:52: hugh is back! und singt! voll die musicaleinlage. mit beyonce. fab! me likes it! und jetzt auch noch zac und vanessa! mamma mia! the musical is back! (ausrufezeichen galore!)

04:03: jetzt tanzen die ehemaligen besten nebendarsteller an. naja, tanzen tun sie ja nicht, eigentlich. wobei das bei christopher walken schon angebracht wäre, der kann das ja. anyway, dieser preis wird an heath ledger gehen. wetten?
nachtrag: philipp seymour hoffman hat eine schwarze dj ötzi mütze auf. und christopher walken muss zum frisör und schaut beängstigend alt aus.
wie prophezeit geht der oscar verdienterweise an heath ledger. seine familie nimmt den preis entgegen. (aber michelle williams hätte da schon auch auf die bühne gehört. finde ich.)

04:11: bester dokumentarfilm. „man on wire“ habe ich gesehen, den rest kenne ich. der wird es aber werden, denke ich, wegen dem world trade center nämlich.
ok ich hatte recht.

04:17: hey, ich habe den besten dokumentarischen kurzfilm richtig getippt! zufällig natürlich. weil ich den titel mochte, „smile pinkie“.

04:26: visual effects geht auch an „benjamin button“. hätte man nicht diesen preis „iron man“ geben können, der ja sonst eh fast keine nominierungen bekommen hat? „iron man“ habe ich nämlich wirklich gemocht.
und seit wann hat will smith flinserl im ohr? madame c. sagt grad neben mir, dass das vielleicht scientology fernbedienungen sind. wer weiß.

04:31: so, jetzt kommen die leidigen kategorien. sound mixing, sound editing. schon wieder einmal slumdog millionaire. ich zitiere madame c. neben mir: „das ist immer so fad, und außerdem sind das immer nur männer.“
madame c. meint weiter: das kennzeichen der tech-wizards ist die schiefe krawatte.

04:35: und slumdog millionaire holt sich auch noch den besten filmschnitt. jetzt wirds aber schön langsam ein bissl fad mit den ganzen slumdog preisen.
herr horwath bemängelt in der zwischenmoderation dass die modischen techniken bei schnitt und kamera die preise einheimsen.

04:41: jerry lewis gewinnt einen humanitären preis. den mag ich. aber jerry lewis ist erst 82? irgendwie gibt es den für mich immer schon. hier meine kindheitserinnerung: der schreibmaschinensketch.

04:51: beste filmmusik. das orchester geigt sich das herz aus der seele. hach.

04:54: dem zac efron zerfällt schön langsam die gelfrisur. und schon wieder geht ein oscar an slumdog millionaire.

04:56: ui, ein bollywood madley. was für ein spektakel! jetzt weiß ich auch endlich, wer john legend ist. mit gospel sängern. voll multikulti, das alles. und richtig getippt hab ich den besten song auch noch (rein zufällig natürlich.)

05:02: immer wenn die pausenfanfare ertönt, wird zu alexander horwath ins studio nach wien geschaltet. die horwath fanfare quasi.
so, jetzt gilts, gleich nach der pause. revanche!

05:05: hugh is back. und liam neeson präsentiert den besten auslandsoscar. und? und?
departures. und nicht waltz with bashir. und nicht revanche. seltsame rede. und schon wieder eine pause. jetzt können wir die überraschung verdauen. horwath meint, es sei der „weichste“ und „bravste“ film von allen nominierten.

05:11: die verstorbenen werden dieses mal besungen.

05:16: müdigkeit schleicht sich ein bei mir. aber jetzt kommt eh schon der endspurt.
reese witherspoon hat ein kleid an, das gar nicht geht.
beste regie geht an danny boyle. slumdog räumt jetzt alle preise ab. danny boyle freut sich so sehr dass er herumhüpft wie tigger aus winnie the pooh. lieb.
und jetzt wieder die horwath fanfare.

05:25: lustiger zusammenschnitt von dankesreden der besten darstellerinnen. „thank you. i deserve this“ von shirley maclaine ist großartig. den satz merk ich mir, kann man sicher mal brauchen.
die lobeshymnen vor der verleihung gefallen mir. da weinen alle schon vorher. ich heul gleich mit.
melissa leo hat ähnlichkeit mit christiane hörbiger in jünger. seltsam.
sophia loren schaut aus wie ein monster. hilfe. und das vogelnest auf ihrem kopf. oh my god.
frau wachspuppe aka nicole kidman belobigt angelina jolie.
und endlich: kate winslet! yippie! und die dankesrede mit dem pfeifenden vater – wie rührend! hach.

05:40: und jetzt haben wirs fast geschafft: bester hauptdarsteller fehlt noch. bitte the wrestler. bitte mickey rouke.
na geh. ich wollte aber mickey rouke haben. dann eben sean penn. grrr. voll blöd. der drehbuchautor heult nur mehr. das ist mir jetzt aber auch wurscht. grr grr.

05:47: und jetzt unser aller steven spielberg. wenn bester film auch an slumdog millionaire geht, bin ich ein bissl genervt. oder, um madame c. zu sprechen: „jetzt is mir eh scho ois wurscht.“
als hintergrundmusik im einspieler swingen die swingle singers. aber was will uns diese montage sagen?
und slumdog millionaire, zum wiederholten male. na gut. das wars.

affectionista says: thank you for staying with us tonight, ladies and gentleman. special thanks to madame c. for her support, advice and good vibes. thanks to all the people out there blogging with us through the night. see you next year.

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