so.

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die viennale ist fast fertig und ich auch.
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zum glück heuer rumkugeln statt sportgummi.
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heute noch ein sehr beliebiger film (tout est pardonne) mit großteils sehr platten dialogen, leider. die bilder waren aber schön.
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der film free rainer sagt, dass fernsehen blöd macht und das publikum umerzogen werden muss. und balanciert im eifer des gefechts zwischen drama und satire, nur kommt das satirische zu wenig durch, und daher wirkt die botschaft des films naiv. würde das satirische allerdings mehr durchkommen, würde man gar nichts auch nur im ansatz glauben können, und wahrheit steckt ja doch ein wenig drin, was die denkweise der fernsehmacher betrifft (quoten, marktanteile, you name it). dieser film kann eigentlich kaum wirklich gelingen. dem publikum ist das aber egal, es findet den film wichtig und applaudiert bei jeder aussage des publikumsgesprächs sehr eifrig. soll dann wohl so sein. hoffentlich wirft da nur niemand im glashaus mit steinen. (ich kenne ja mittlerweile einige menschen, die offiziell nur arte und 3sat schauen, und im geheimen dann doch das traumhotel. wirklich.)

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Inesso.

good news (und reklame)

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khadak gewinnt den fipresci award beim films from the south festival in oslo. und der hauptdarsteller wurde beim asian festival of first films in singapur zum besten schauspieler nominiert. congrats!

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Inesgood news (und reklame)

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the monastery ist wunderschöner dänischer dokumentarfilm über einen sehr alten mann, der sich in den kopf setzt, sein zerfallendes uraltes schloss dem moskauer patriarchat als orthodoxes kloster zur verfügung zu stellen. also kommen einige nonnen, inspizieren das ganze, sagen zu, machen auflagen, und der dickkopf des sehr alten mannes prallt auf den dickkopf von schwester ambrosia, und irgendwie rauft man sich dann doch zusammen.
die autorin hat keine angst davor, erzählmittel aus dem fictionbereich in ihren dokumentarfilm zu verweben. trotzdem bleibt die geschichte ehrlich. und das fand ich sehr schön.

savage grace ist ein sehr seltsamer film. der tonfall mysteriös, das spiel etwas überhöht, und überhaupt will man gar nicht glauben, dass das alles eine wahre geschichte ist, diese psychotische mutter-sohn-beziehung. julianne moore ist überragend, übrigens.

schindlers häuser macht mich am anfang wahnsinnig, weil die streng geometrische architektur der häuser ständig schief ins bild gerückt wird, lauter fallende linien, ich dreh gleich durch. aber abgesehen davon kippe ich gerne rein in das mediative vorüberziehen der häuser, und emigholz wählt da ja auch die richtige form, denn in der chronologischen abfolge der häuser, jeweils aus diversen winkeln gefilmt und ihre lage in der umgebung kurz einbezogen, erschießt sich einem ja mit der zeit die handschrift des architekten.

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Ines.

noch mehr filme

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heute französischer abend. zuerst der neue chabrol. etwas zu lang, aber dennoch sehr fein gesponnen, und so genau in jeder geste. hach. und: keine plattenbauten, sondern bourgeoise themen mit extrem schönen menschen. (in fact: so schön, dass in dem moment, als benoît magimel auf der leinwand erschien, ein raunen durch den kinosaal ging. so schön ist der. nämlich.)

und gleich hinterher der neue rivette. die verfilmung von einer balzac novelle. (exkurs: wenn man balzac googelt kommt zuerst die kaffeehauskette). guillaume depardieu gibt einen französischen general, und dann entspinnt sich eine endlose verflechtung von anziehung, ablehnung und liebe. was dem romeo der nicht zugestellte brief ist, ist dem general seine nicht funktionierende uhr, und so nimmt das drama seinen lauf. beim anschließenden publikumsgespräch taucht guillaume depardieu persönlich auf, und während die moderatorin sich in fragen zu rivettes werk versucht, kichert der schauspieler vor sich hin, ringt sich hin und wieder zwei zusammenhängende sätze ab und wirkt auch sonst ganz schön bedrogt. als er auch noch irgendetwas kontextloses über nazis vor sich hin brabbelt, nimmt mein fremdschämen überhand und ich fahre nach hause.

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Inesnoch mehr filme

import export

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„hey, ich war mit haneke in einem swingerclub!“ meint ch., und tatsächlich können wir uns das jetzt alle ins stammbuch schreiben. denn dort fand die premierenfeier von import export statt. der film hat mehr herzenswärme als alle anderen ulrich seidl filme davor, und trotzdem denke ich, dass eine aneinanderreihung von hässlichen szenen (auch wenn sie einer gewissen poesie nicht entbehren) noch keinen wirklichen kinofilm ergeben. und ich ertappe mich natürlich gleichzeitig bei meiner anhaftung an eigenen konventionen und den erwartungen, die ich ans kino stelle. es ist alles ein wenig verwirrend und hängt einem nach, dieser film. und das soll wohl auch so sein.

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Inesimport export

übrigens

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glücklicherweise heute im filmmuseum den essayfilm poto and cabengo gesehen. samt q&a mit dem filmemacher, ein schräger vogel. und ein guter film auch. und dann plötzlich im hinterkopf einen querverweis entdeckt, zu einem ebenfalls guten film, der letztes jahr beim kinderfilmfestival lief, über ein mädchen, das zwei imaginäre freunde hat. namens pobby und dingan. und das passte dann plötzlich alles zusammen. auch wenn es vielleicht nicht intendiert war.

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Inesübrigens

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i’m not there ist ebenfalls ein guter film. (unheimlich: halbzeit bei der viennale und lauter gute filme. was ist passiert?)

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Ines.

"hermes phettberg, elender"

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wenn Sie hier bitte lesen mögen, da kommt nach dem prolog eine gute zusammenfassung dessen, was die dokumentation von kurt palm über hermes phettberg kann. nämlich zum beispiel keine freakshow sein. im unterschied zum anschließenden publikumsgesprächbeschimpfungsding, bei dem sich herr phettberg gegen sich, herrn palm („wir sind kommerziell“), dann gegen herrn hurch und für herrn palm („nie wolltets die filme vom palm, und jetzt auf einmal!“) und dann gegen das publikum („ihr seids alle nazis!“) wandte.

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Ines"hermes phettberg, elender"