kinderfilmfestival II

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hodder rettet die welt. im gegensatz zum vorhergehenden film ist bei diesem leider ein bisschen was danebengelungen. und zwar hat dieser film keinen fokus. das merkte man auch an den reaktionen der kinder, die teilweise mit einem lauten „häh?“ das geschehen kommentierten. die wenigen lustigen momente wurden dann auch mit lautem und erleichtertem lachen quittiert, die meiste zeit hingegen retardierte die handlung und alles war schlichtweg zu langsam.
ich glaube, der film hat sich nicht entschieden, was er erzählen will. die geschichte über einen jungen, der sich eine neue mama wünscht, nachdem seine eigene mutter schon länger tot ist. oder die geschichte von einem jungen, der von seinen mitschülern gemobbt wird. oder die geschichte von einem jungen, der die welt retten will. hier liegt übrigens der hund begraben: niemals wird erwähnt wovor hodder die welt retten soll. es erscheint ihm einfach irgendwann eine fee (seine mutter), die ihm sagt, dass er auserwählt ist und die welt retten soll. punkt. aber wovor, mit welchem ziel, etc., das bleibt im dunklen. deswegen wirkt das ziel immer abstrakt und man fragt sich, was man konkret für den kleinen helden befürchten soll. die übrigen handlungsstränge laufen lose verknüpft und ohne sichtbare prioritäten nebeneinander her, und so verliert man immer wieder die orientierung und wartet ziellos auf ein ende.

(note to self: die ersten fragen an ein drehbuch müssen wirklich sein: was ist der fokus? welches ziel hat die hauptfigur? was ist das zugrundeliegende starke (und eindeutige) emotionale thema der geschichte? erst mal nur daran arbeiten. und dann alle szenen daraufhin ausrichten.)

(p.s.: dass die kritik das anders sieht als ich und den film durchwegs bejubelt, will ich Ihnen nicht vorenthalten. hier.)

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