erinnern

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ich räume ein bisschen auf (halbherzig, weil mich die menge an unordentlichen ecken in der wohnung überfordert) und entrolle alte plakate. eines ist von der österreichischen erstaufführung des stücks „ab heute heisst du sara“ von detlef michel in den salzburger kammerspielen im april 1991. damals, mit 17, hatte ich geglaubt, dass sich mein leben bis zum ende im theater abspielen würde. knapp zehn jahre und ein burnout später hatte ich diese illusion zum glück begraben.

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2009 bin ich schon seit einigen jahren beim film gelandet und sitze am besprechungstisch einer fernsehproduktionsfirma in wien. der autor kommt herein, und wir sprechen über sein drehbuch, und am ende sage ich ihm, dass ich als teenager ein ganz großer theaterfan war und mich heute noch an die aufführung seines stücks „ab heute heißt du sara“ erinnern kann. jetzt haben wir 2012 und ich arbeite mit detlef am dritten gemeinsamen fernsehfilmprojekt.

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dieser moment am besprechungstisch, diese erste begegnung, die hat mich damals so sehr gefreut. dass es stimmt, dass man sich immer zweimal begegnet. und dass man im leben nicht falsch abbiegen kann, weil es sich sowieso letztendlich immer wieder genau richtig ausgeht.

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"Ab heute heißt du Sara" von Detlef Michel

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