das experiment: tag sieben bis neun

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auch die weiteren tage fügen sich daheim demselben prozess wie anderswo: kurz fühle ich mich entspannt, und dann geht mir das nichtstun auf die nerven. im urlaub heißt das: rastloses aufsuchen von sehenswürdigkeiten, die vorfreude auf die nächste stadt etc. hier heißt das: völlig beliebig einige wohnungsecken aufräumen, staubsaugen, bad putzen, unterlagen für den berlinflug am donnerstag checken und so weiter.

jedenfalls ist es interessant, dass es bei mir offenbar nicht um den ortswechsel an sich geht, sondern darum, dass ich mir nicht zugestehen kann, nichts zu tun. in den letzten tagen denke ich immer wieder, dass ich eigentlich mindestens drei bis sechs monate bräuchte um runterzukommen und völlig aus dem inneren „ich muss dauernd was tun“ modus auszusteigen.

angestellte haben in österreich gesetzlich übrigens 30 werk(!)tage urlaubsanspruch pro jahr (update: man berichtet mir von 25 tagen, aber ich bin keine juristin. sagen wir einfach 27, ok?). als freiberuflerin gestehe ich mir die nie zu. wenn ich verreise, dann ist es meistens beruflich. dieser urlaub jetzt, der mir schon ganz verwegen vorkommt (zweieinhalb wochen nicht arbeiten! was denken meine kunden bloß von mir?) verbraucht 12 werktage. zähl ich pi mal daumen die einzelnen werktage zusammen, die ich heuer zwischendurch nicht beruflich verreist bin, könnte ich mir 2010 noch 10 werktage urlaub gönnen. mindestens. das wären inklusive wochenenden weitere 14 tage urlaub. (update: habe gerade herausgefunden, dass sich das mit den feiertagen und wochenenden genau ausgeht, um von 23. dezember bis 9. jänner frei zu machen. wobei – das ist dann schon 2011, aber egal. gut, was?)

ich sollte mir diese erkenntnis auf ein plakat schreiben und vor die nase hängen. und lernen dass die welt nicht untergeht, wenn ich mich erhole. und die angst davor verlieren, dass meine kunden mir nach vielen jahren der zusammenarbeit nicht treu bleiben würden, wenn ich die paar tage auszeit nehme.

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