Weekend Links: Zeitreisen. Quasi.

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Ich bin ein Fan von historischen Filmen und Büchern, die in vergangenen Zeiten spielen. Und ich bin gern in Museen. Aber ich habe mich immer gefragt, wie sich Menschen in den schweren Ritterrüstungen überhaupt effizient bewegen können. Ziemlich flink, wie man hier sieht. (via Kottke)

Da fällt mir natürlich auch gleich ein wirklich toller Schwertkampf ein. Er ist am Ende des Films Rob Roy zu sehen, und ich glaube, ein Grund, wieso er so echt wirkt, ist, dass die Schauspieler wirklich zunehmend erschöpft waren. Die Szene ist sehr old school, und es geht letztlich mehr um die Figuren als um die Action. Genau deshalb mag ich sie so gerne. Hier gibt es eine kleine Analyse der Szene.

Und jetzt reisen wir schnell mal 40.000 Jahre zurück. So alt sind nämlich die Höhlenmalereien in Indonesien, die neulich entdeckt wurden. Was mich sehr fasziniert: Die Malereien ähneln denen in Spanien und Frankreich, zum Beispiel was die Bilder mit den roten Umrissen von den Händen betrifft. In diesem Artikel erfährt man mehr, inklusive einem interaktiven Video mit mehr Informationen. Und die Dokumentation von Werner Herzog über die Höhlenmalereien von Chauvet, Die Höhle der vergessenen Träume, kennt ihr ja sicher schon. Hier ist ein Filmausschnitt:

Und hier noch ein paar Gedanken zur schönsten Zeitreisemöglichkeit, die es gibt: Literatur, und wieso sie so nützlich ist. (via Brainpicking)

Schönes Wochenende!

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InesWeekend Links: Zeitreisen. Quasi.

Weekend Links (heute mit kreativen Umwegen)

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Heute lege ich euch einen besonderen Podcast ans Herz, und zwar die Cast Mates. Dahinter stecken Gregor Csarmann und Chris Dohr, zwei Filmfanatiker aus Wien. Sie laden regelmäßig Menschen aus dem Filmbereich ein und sprechen mit ihnen über Filme und vieles andere.

Letzte Woche war der junge Autorenfilmer Gregor Schmidinger zu Gast, mit dem ich gerade an seinem sehr spannenden Debutlangfilm #NEVRLAND arbeite. Hier ist der Podcast:

Gregor erwähnt in dem Podcast etwas sehr Spannendes, nämlich dass die langen Dialoge bzw. Monologe der Figuren in den ersten Drehbuchfassungen für ihn ein Teil einer Suche waren. Sie dienen dazu, die Themen einzugrenzen, die die Figuren bewegen, und die Sprache der Menschen auf dem Papier zu finden. Das ist ein Prozess, den ich eigentlich bei allen AutorInnen beobachte, die zum ersten Mal ein Langfilmdrehbuch schreiben. Manche brauchen denselben Vorgang für die Struktur, oder um das eigentliche emotionale Thema der Geschichte zu finden.

Aber zurück zum Podcast: Ich bin von dem Prozess nicht genervt, wie es Gregor im Podcast befürchtet. Ehrlich gesagt gibt es aber Momente, in denen ich mich hilflos führen, weil ich weiß, dass die AutorInnen selbst entdecken müssen, was eigentlich dann später zur Geschichte gehören muss, und was sie nur für die Suche brauchen. Ich kann nur immer wieder auf bestimmte Dinge hinweisen. Aber ich muss abwarten, bis sich die Geschichte in den AutorInnen zusammensetzt. Ich werde ml ein eigenes Blogpost darüber schreiben, denn das ist eine wirklich spannende Angelegenheit.

Ich war übrigens selbst auch schon mal Gast bei den Cast Mates. Es war ein sehr interessantes Gespräch, das ihr hier nachhören könnt:

Achso, und weil wir schon bei Podcasts sind: Im generell guten Podcast „Stichwort Drehbuch“ des Verbands deutscher Drehbuchautoren war Anke Lutze zu Gast, die über ihre Arbeit bei der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ spricht. Das ist wirklich sehr, sehr interessant. Dringende Wochenendhörempfehlung!

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InesWeekend Links (heute mit kreativen Umwegen)

Weekend Link: VOID gratis streamen

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Anstelle der Weekend Links gibt es aus aktuellem Anlass heute einen Kurzfilm, den ihr in voller Länge streamen könnte.

VOID von Stefan Lukacs basiert auf dem wahren Fall Bakary J., einem Asylwerber, der 2006 in Wien von Einsatzbeamten der WEGA beinahe zu Tode gefoltert wurde.

VOID von georg eggenfellner auf Vimeo.

Nach einer misslungenen Abschiebung treffen drei Polizisten eine folgenschwere Entscheidung: sie entführen den afrikanischen Schubhäftling, foltern ihn und beschliessen ihre Tat durch einen Mord zu vertuschen. VOID ist das Protokoll einer Spirale der Gewalt – basierend auf einer wahren Geschichte.

Dass der Fall nach 8 Jahren immer noch Gerichte beschäftigen muss und aberwitzige (juristische) Blüten treibt, ist zum Schämen. Rassismus, das institutionalisierte Decken der Straftaten, absurde Gerichtsurteile und ganz aktuell ein untragbares Gutachten über den Zustand des Opfers sind nur Teile eines Puzzles, das viele Fragen über den Rechtsstaat Österreich, seine Exekutive und die hiesige Jurisdiktion aufwirft.

An dem Film als Script Consultant und Schnittdramaturgin beteiligt gewesen zu sein, bedeutet mir nach wie vor viel. Denn er hat ein bisschen etwas ins Rollen gebracht. U.a. wurde der Kurzfilm im ORF ausgestrahlt und der Fall anschließend bei einer Diskussion besprochen, und es gab einiges an Berichterstattung über die Hintergründe des echten Falls.

Gerade weil Bakary J. immer noch um eine angemessene Entschädigung kämpft, wäre es schön, wenn der Film und die Hintergründe viel Öffentlichkeit bekommen. Also teilt es, verlinkt den Film, sprecht eure Freunde darauf an, lest die aktuelle Berichterstattung. Danke.

An diese Stelle gehört auch der Hinweis auf die Zeitung Falter, deren RedakteurInnen über die ganzen Jahre hinweg den Fall nie aus den Augen gelassen und ihn immer wieder mit neuer Recherche ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politik zurück geholt haben. Hier kann man einige der Artikel zum Fall nachlesen.

Hintergründe:

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InesWeekend Link: VOID gratis streamen

Weekend Links

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Heute gibt es was zum Anschauen fürs Wochenende.

Im New Yorker gibt es eine Fotoreportage von Sebastian Liste über die Partys der Reichen in Brasilien.

Brazil von Sebastian Liste (via The New Yorker)

Und dann hat mich noch diese längere Graphic Novel von Darryl Cunningham beeindruckt, in der es um den Werdegang von Ayn Rand geht.

Ayn Rand von Darryl Cunningham

Wenn ihr Links zu ähnlichen spannenden Graphic Novels im Netz habt, postet sie doch in den Kommentaren!

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InesWeekend Links

Wochenendlinks

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Hier sind ein paar Links, die mit diese Woche untergekommen sind. Dieses Mal mit vielen Videos.

Es geht mit einem kurzen Interview mit Dame Stephanie „Steve“ Shirley los. Sie hat 1962 eines der ersten Software-Startups in Großbritannien gegründet und musste schon davor viele Hürden überwinden, um sich im Business durchzusetzen.

Because of the sexism of the day I found that signing my business development letters Stephanie Shirley, Shirley being my marital name, got no response whatsoever. My dear husband of now over fifty years suggested that I use the family nickname of Steve. Things began to take off. I’ve been Steve ever since.

Dazu passt folgender Artikel über die Frauen, die einen der ersten Computer in den 1940er Jahren bedienten und das machten, was man heute unter Programmieren versteht: Walter Isaacson on the women of ENIAC

Achso, apropos: Dieses Video rückt vergessene Künstlerinnen dorthin, wo sie hingehören, nämlich ins Rampenlicht der Kunstgeschichte.

Aber jetzt zu etwas ganz anderem, und zwar ein spezielles Schmankerl für die Fangirls und -boys der Fernsehserie LOST. Hier ist eine 40minütige Reise nach Hawaii, inklusive Interviews mit den Hauptdarstellern, Locationshots und so weiter. Oh, the memories…

Und weil wir schon bei Serien sind: Milan Vuckovic hat das großartige Intro von Game of Thrones im nicht minder großartigen Stil von Saul Bass neu entworfen.

Ein vergnügliches Wochenende allerseits!

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InesWochenendlinks

Weekend: Leselust

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Champagne Music, 1957 ©ShorpyHurrah, Wochenende! Und Herbst. Das heißt: Sofa, Tee und viel Zeit für Lektüre. Das Internet ist zum Glück voll von interessanten Texten, die von euch gelesen werden wollen. Hier eine Auswahl:

Der New Yorker ist das einzige Magazin, das ich abonniert habe und ab und zu auch wirklich lese. Um die neue Pay-Wall zu feiern, die bald eingeführt wird, sind momentan noch alle Artikel ab 2007 und ausgewählte von davor frei verfügbar.

New Yorker Artikel No.1: Mary Beard ist Professorin an der Universität von Cambridge. Wie sie mit Sexismus umgeht und den Trollen Parole bietet steht in diesem spannenden Portrait.

New Yorker Artikel No.2: Victor Gruen ist 1938 von Wien nach Amerika emigriert und hat dort quasi das Einkaufszentrum erfunden. Mit einer wohlgemeinten Intention: Eine dörfliche Struktur in die kargen amerikanischen Suburbs zu bringen. Über die Zeit wurde daraus aber das Gegenteil. Dazu gibt es auch einen Follow-Up Artikel zum Tod der Einkaufszentren. Und einen sehr guten österreichischen Dokumentarfilm, der mir gezeigt hat, dass die Mechanismen im Shoppingmallbusiness ein Abbild dessen sind, was in der gesamten Wirtschaft schief läuft: Global Shopping Village.

New Yorker Artikel No.3: Wonder Woman wurde erschaffen als Ikone des Feminismus. Wusste ich auch nicht.

New Yorker Compilations: Einige Magazine haben die frei zugänglichen Artikel im New Yorker zum Anlass genommen, um Listen mit interessanten Artikeln zu erstellen. Hier entlang bitte: Business Insider, Longform, Slate, Open Culture, Buzzfeed (Links zu Kurzgeschichten im New Yorker!), Food Republic (hier gehts ums Essen), Pocket (tolle, stellenweise wunderbar nerdige Themen). Und nicht zuletzt kuratiert der New Yorker momentan regelmäßig themenbezogene Kollektionen aus seinem Archiv. So read it while it’s free (und abonniert es danach, das ist wirklich richtig guter Journalismus).

Und hier noch ein Artikel aus dem GQ Magazin, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht: Ein Mann lässt alles zurück und lebt 27 Jahre im Wald. Bis er bei einem Einbruch ertappt wird. Das Portrait dieses Mannes klingt wie eine tragische Figur aus einem Film. Es ist aber das echte Leben.

So, und zum Schluss noch was für einen gepflegten WTF?!-Moment: Dieses Video von Hitchhiker schüttelt euch die Sinne zurecht – hallo Wochenende!

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InesWeekend: Leselust