„schreiben.hören“: Ein Gespräch mit Lukas Pellmann

Leave a Comment

Endlich gibt es wieder eine neue Ausgabe von meinem Podcast „schreiben.hören“. Dieses Mal habe ich den Autor Lukas Pellmann getroffen. Er schreibt Regionalkrimis. Genauer gesagt grenzt sich die Regionalität sogar auf einen einzigen Bezirk Wiens ein – auf die Leopoldstadt, den zweiten Wiener Gemeindebezirk. Abgesehen davon gibt es bei Lukas‘ Krimis noch mehr Besonderheiten. Es sind nämlich interaktive Forsetzungskrimis, die in das echte Leben hineinragen. Zum Beispiel, indem man dem Kommissar Moritz Ritter auf Instagram und Twitter folgen kann, oder wenn man der Polizei auf WhatsApp Hinweise zum Erfassen des Mörders gibt. Also der fiktiven Polizei im Roman natürlich. Dass man als Leserin und Leser dadurch sozusagen Teil der Erzählung wird, gehört zum Konzept.

Auf Instagram sieht man, dass Moritz Ritter gerne schöne Stadtstimmungen aus dem zweiten Bezirk einfängt.

Und auch privat lässt Moritz Ritter sein Beruf als Polizist nicht los – er schaut sich am Sonntag gerne den Tatort an.

Trotz Lukas Pellmanns Social-Media-Affinität erscheint sein letzter Krimi „Mord im Zweiten“ bald auch in einer Printausgabe, und zwar beim Kladde Verlag. Und auch hier gibt es etwas Bemerkenswertes – der Verlag ist ein Startup, das klassischen Buchdruck mit neuen Finanzierungsmethoden wie Crowdfunding kombiniert. Das gefällt mir unter anderem deshalb so gut, weil ich merke, dass meine Branche, also der Film, aus diversen Gründen sehr zögerlich ist, wenn es darum geht neue Finanzierungs- oder Vertriebsmethoden auszuprobieren. (Randbemerkung: Wieso das beim Film leider ziemlich kompliziert ist, ist einen eigenen Blogpost wert, aber jetzt zurück zum Roman. Und zwar zu Lukas‘ Roman.)

Diese besonderen Ansätze was die Entstehung des Romans und Interaktion mit dem Publikum betrifft, haben mich interessiert, und deshalb habe ich Lukas getroffen, um eine neue Ausgabe meines Podcasts „schreiben.hören“ aufzunehmen. Hier geht es zur aktuellen Episode mit Lukas Pellmann. Und hier ist die Playlist mit allen bisherigen Podcast-Episoden.

Die Termine zu Lukas Pellmanns nächsten Lesungen findet ihr hier. Die nächste ist am 10. November 2016 um 19h im Supersense. Dort gibt es den Auftakt für den neuen Fortsetzungskrimi „Instamord“. Und die Ebooks gibt es bei Thalia und für den Kindle.

Share this Post

Ines„schreiben.hören“: Ein Gespräch mit Lukas Pellmann

Gelesen: Daniel Wisser „Kein Wort für Blau“ – mit Podcast

Leave a Comment

Daniel Wisser: Kein Wort für Blau, Klever Verlag 2016

Daniel Wisser: Kein Wort für Blau, Klever Verlag 2016

Dass die Texte in Daniel Wissers aktuellem Buch „Kein Wort für Blau“ überhaupt auf Papier gedruckt wurden, hat mich überrascht. Denn eigentlich existieren sie nicht. Also zumindest nicht schriftlich. Sie sind nämlich für verschiedene Bühnenperformances entstanden. Ich kann mich erinnern, dass Daniel und ich uns einmal darüber unterhalten hatten, wie das überhaupt zu nennen sei, dieser Textvortrag, der ganz sicher keine Lesung ist, und den es nirgends gibt außer in seinem Kopf, und dann nur sporadisch ausgesprochen während des Auftritts auf der Bühne. Schwierig. Jedenfalls wurde sein letzter Auftritt als „Textperformance“ angekündigt, und das trifft es meiner Meinung nach sehr genau.

Jetzt sind die Texte aber doch als Buch erschienen. In kleinen Vignetten mit maximal acht oder neun Sätzen werden da absurde Begebenheiten erzählt; oft sind es Fakten aus vergangenen Zeiten, bei denen ich mir aber nie ganz sicher bin, ob es nicht doch bloß herbeifantasierte Legenden sind. Wie der Text „Baum“, über die Expedition des Ludwig Leichhardt, die beim Versuch der Durchquerung der australischen Wüste verschwand, ebenso wie die daraufhin losgeschickte Suchexpedition, und die Jahre später ausgesandte weitere Expedition. In Daniel Wissers Text wird diese Merkwürdigkeit fast nüchtern aufgeschrieben, und gerade deshalb sticht die Absurdität der in der Tat faktenbasierten Situation noch stärker hervor.

Genau dieses Absurde mag ich auch so sehr an Daniels Texten. Es sind die kleinen Randbemerkungen der großen geschichtlichen Ereignisse, die kleinen Nachrichten aus dem Chronikressort eine alten Zeitung, oder selbst erlebte Dinge, die Daniel Wisser hier aufzeichnet und verarbeitet. Und gerade diese teilweise fast schon banalen Dramen sind es, die mich umso stärker faszinieren, weil ich aus Gründen von Berufskrankheit (Filmdramaturgie, my ass) meistens das große Drama erwarte.

Für die dritte Episode meines Podcasts „schreiben.hören“ habe ich mich mit Daniel Wisser im Café Heumarkt getroffen, wo wir uns über den Übergang seiner Kurztexte von mündlich entstandenen zu schriftlich existenten Texten unterhalten haben, und über viele andere Dinge. Besonders ist mir Daniels Erzählung über die japanischen Tuschezeichner in Erinnerung geblieben, die den Berg Fuji in ihrem Leben 1000 mal zeichnen dürfen. Aber das bedeutet nicht, dass sie es 999 mal üben, um es dann beim 1000. mal „richtig“ hinzubekommen, sondern dass jede Zeichnung zählt. Das erinnert mich übrigens an das Seminar bei Heinrich Steinfest, das ich neulich in der Schule für Dichtung belegt hatte. Nach dem ersten Nachmittag habe ich ihn nach seiner Schreibmethode gefragt, also ob es so etwas gäbe wie Texte, die ihm helfen, in die Figuren hineinzufinden. Und er mir sehr bestimmt geantwortet hat, dass jedes Wort von Anfang an zähle. Es gäbe kein Üben, keine Probe. Quasi: Schreiben ist immer Schreiben. Was mir ein bisschen Angst gemacht hat. Aber vielleicht sollte ich den Wink mit dem Zaunpfahl endlich einmal wahrnehmen und es einfach mal so richtig konsequent fortführen, das mit dem Schreiben.

Aber ich schweife ab, wobei das ja auch eine eigene Kunst ist, wie Daniel mir in dem Interview für den Podcast erzählt hat, besonders wenn es gelingt, sich innerhalb weniger Sätze in ein anderes Thema zu verlieren. Aber jetzt genug geschrieben, es wird Zeit zum Hören.

Hier ist die dritte Episode meines Podcasts „schreiben.hören“, dieses Mal mit dem Autor Daniel Wisser. Viel Vergnügen!

p.s.: Hier gehts zu den tollen „Randnotizen“, die Daniel zur Zeit für den Steirischen Herbst schreibt.

Share this Post

InesGelesen: Daniel Wisser „Kein Wort für Blau“ – mit Podcast

Über das Schreiben.

1 Comment

Endlich darf ich es laut sagen: Ich habe gerade meinen ersten Vertrag für einen Prosatext unterschrieben. Es geht um einen Kurzkrimi in der Weihnachtsanthologie, die im Herbst 2016 bei Droemer Knaur erscheinen wird. Ich freue mich enorm, und gleichzeitig habe ich auch ein bisschen Schiss, weil das alles so aufregend für mich ist. Müsste ich nicht, denn es ist ja nicht der erste Prosatext, den ich für eine Veröffentlichung schreibe – das habe ich mit dem Runtastic Story Run „Momente die bleiben“ und mit fiktionalen Kurztexten für einige andere kommerzielle Projekte schon gemacht. Und trotzdem ist das alles ein bisschen anders und hat eine neue Dimension, weil diese Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln gedruckt werden wird und mir viel näher steht. Quasi Ernstfall nach der Generalprobe.

So. Der Vertrag ist unterschrieben.

Der Vertrag ist unterschrieben.

Und weil man Aufregung damit bekämpft, dass man darüber spricht, werde ich den Prozess hier aufschreiben. Meine Gedanken zum Schreiben, wovor ich mich fürchte, und was mir Freude bereitet. Wie ich arbeite, wie andere arbeiten, was für mich funktioniert und was nicht. Wobei ich länger überlegt habe, ob das jetzt gescheit ist – ist es zu selbstdarstellerisch, zu narzisstisch? Ist es ein schlimmes Omen, wenn man von etwas erzählt, bevor es gut ausgegangen ist? Wie angreifbar mache ich mich, wenn ich darüber schreibe, dass ich manchmal Schiss vor dem Schreiben habe, obwohl es momentan wenig gibt, das ich lieber mache? Wie sehr setze ich mich einer Kritik von außen aus, bevor der Text überhaupt erschienen ist?

Ich mache es trotzdem. Das hier ist mein persönlicher Blog, es ist ein Versuch, und ich kann ihn jederzeit wieder abbrechen. Und in der Zwischenzeit ist es vielleicht ja auch für andere interessant, die gerade ihr Schreiben intensivieren oder professionalisieren.

So, jetzt wißt ihr Bescheid. Und ich bringe erst mal den Vertrag zur Post. Im nächsten Artikel erzähle ich euch dann davon, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass dieser Vertrag auf meinem Tisch liegt.

 

Euch gefällt, was ich hier auf meinem Blog poste? Das freut mich! Ihr könnt gerne mal hier im Blog einen Kommentar hinterlassen, oder mir ein paar freundliche Worte per E-Mail schicken. Außerdem freue ich mich auch sehr über ein Buch von meinem Wunschzettel. Das kann ich dann alles lesen, wenn einmal einer dieser Momente um die Ecke kommt, in denen meine Motivation und Inspiration kurz Pause machen. Danke euch fürs Lesen und Mitreden und Dasein! <3

Share this Post

InesÜber das Schreiben.

Neue Gewohnheiten, Snapchat und Bücherpost

Leave a Comment

Das Schreiben entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Teil meines (Arbeits-)Lebens. Und weil ich will, dass das so bleibt und sogar eine noch größere Rolle spielt, mache ich es mir gerade zur Gewohnheit, es jeden Tag zu tun. Dabei jongliere ich neben der Drehbuchberatung und anderen Jobs sehr mit meiner Zeit und probiere unterschiedliche Abläufe aus, damit das wirklich zur Routine werden kann.

Hallo Snapchat! Das ist mein Snapcode. @ineshae

Hallo Snapchat! Das ist mein Snapcode. @ineshae

Momentan arbeite ich an einer fiktionalen Kurzgeschichte und habe beschlossen, den Schreibprozess ein bisschen auf Snapchat zu dokumentieren. Ich glaube, es geht mir eigentlich darum, mir selbst die Angst vor der ersten Phase des Schreibens zu nehmen. Leeres Papier ist für mich ein Monster. Aber ich muss das Papier in diesem Fall bis Mitte April füllen, da ist der Abgabetermin. Und weil man ja immer wieder liest, dass neue Gewohnheiten am besten dann zu selbigen werden, wenn man anderen Rechtfertigung schuldet, mache ich das öffentlich mittels Snapchat Stories, wo ich auch meinen übrigen Arbeitsalltag ein bisschen dokumentiere. Wer mir dort folgen will, findet mich hier als @ineshae.

Wie ein Wink mit dem Zaunpfahl war heute eine ganze Ladung Bücherpost in meinem Briefkasten. Nämlich die aktuelle Verlagsvorschau des Müry Salzmann Verlags, samt Werbung für mein Buch TALKING PASTA (yay!). Außerdem ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk vom Droemer Knaur Verlag (warum wir Geschenke austauschen, darf ich euch hoffentlich bald im Detail verraten). Ich durfte mir ein Buch wünschen, und habe mich für ETTA UND OTTO UND RUSSELL UND JAMES von Emma Hooper entschieden. Weil mir die Leseprobe gefallen hat, und das Video der Autorin auch. Und dann ist mir noch die Einladung zur Buchpräsentation von Daniel Wisser (hier beim Bachmannpreis 2011) am 18.2.2016 im Brut am Karlsplatz hereingeflattert. Daniel und ich kennen uns schon länger, und ich bin ein großer Fan seiner Textperformances, wo er skurrile Kürzestgeschichten rezitiert, die sich im Laufe der Auftritte immer wieder ein wenig verändern. Bisher gab es sie nur in seinem Kopf, jetzt endlich auch als Buch. Hurra!

Bücherpost!

Bücherpost!

Share this Post

InesNeue Gewohnheiten, Snapchat und Bücherpost

Kreatives Schreiben: Weekend Writing #45

3 Comments

Die Hitzewelle bringt mich momentan an meine körperliche und geistige Grenze. Aber glücklicherweise stecke ich nicht in einem Eisbärenkostüm und muss mit fremden Menschen am Strand posen. Das Foto stammt aus der Sammlung Jean-Marie Donat und ist momentan zusammen mit anderen Bärenkostümfotografien in einer Ausstellung in Arles zu sehen. So, und jetzt bin ich gespannt, zu welchen Geschichten euch dieses Bild inspiriert! Los gehts!

Für alle, die zum ersten Mal dabei sind: Es geht darum, dass ich hier immer am Samstag ein Foto als Schreibinspiration für eine kurze Geschichte poste. Ob ihr euch dabei an die „Regeln“ haltet, die unter dem Bild stehen, oder nicht, ist völlig euch überlassen. Es gibt auch nichts zu gewinnen, außer der Freude am Schreiben. Wenn ihr wollt, könnt ihr dann eure Texte einfach hier in den Kommentaren posten, gerne auch anonym. Ich freue mich übrigens nicht nur, wenn ihr mitmacht, sondern auch wenn ihr es (im Netz) weitererzählt. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser!

Die Sonne, der Strand, und... der Eisbär. | Foto: Jean-Marie Donat Collection

Die Sonne, der Strand, und… der Eisbär. | Foto: Jean-Marie Donat Collection

Hier kommt die Anleitung:

  1. Stell dir einen Timer (Küchenuhr, Handywecker…) auf 5 Minuten. Bereit?
  2. Schau dir das Foto 5 Minuten lang genau an. Die Menschen, die Körperhaltung, die Gegenstände. Was ist im Zentrum, was bzw. wer im Hinter- oder Vordergrund? Entdecke die Details, studiere die Gesichtsausdrücke. Was könnte die Geschichte zum Foto sein?
    Pling! Die 5 Minuten sind um.
  3. Stelle jetzt den Timer auf 15 Minuten. Los gehts mit dem Schreiben!
  4. Schreibe eine kurze Geschichte. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Vignetten, Augenblicke, Kurzgeschichten, Gedankenströme besser als lange, epische, romanhafte Ansätze. Und denk nicht zu lange nach! Es geht hier weniger um den Kopf als um die Intuition.
  5. Pling! Fertig.

Achtung: Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um den Spaß am Schreiben. Deshalb halte ich mich nach den 15 Minuten auch nur sehr kurz mit dem Umschreiben auf. Wenn ich selbst mitmache, korrigiere ich einige Formulierungen, für die mir ad hoc beim Durchlesen doch etwas besseres einfällt, aber im Großen und Ganzen lasse ich die Geschichten so, wie sie beim ersten Wurf entstehen und stelle sie eher „roh“ ins Blog.

Euch fällt nichts ein? Hier einige Fragen, die deiner Fantasie auf die Sprünge helfen können:

  • In welcher Beziehung stehen die Personen zueinander?
  • Wer hat das Foto gemacht, in welcher Beziehung steht die Person zu denen auf dem Foto?
  • Erzählt jemand etwas über die Personen auf dem Bild, oder ist eine Person vom Foto der Erzähler?
  • Wer ist die Hauptfigur, wie heißt er/sie, welchen Background hat er/sie?
  • Welche Erwartungen haben die Personen, was hoffen sie, was befürchten sie? Was sind ihre Lebensträume und Ziele? Was haben sie bereits erlebt?
  • Was ist der Konflikt, das Dilemma, das die Person gerade hat?
  • Was ist vor der Aufnahme passiert, und was passiert, nachdem der Auslöser gedrückt wurde?
  • Was oder wer steht außerhalb des Bildausschnitts?
  • Wie ist die Stimmung der Personen? Ändert sie sich in der kurzen Geschichte?
  • Wie riecht es, ist es warm oder kalt? Friert die Person, ist ihr heiß?

Wenn ihr eure Geschichte im Internet (z.B. auf eurem blog) postet, hinterlasst doch den Link hier in den Kommentaren. oder kopiert den Text in den Kommentar, gerne auch unter einem Pseudonym. Ich freue mich natürlich auch, wenn ihr diesen Artikel auf Facebook und Twitter teilt – es wäre schön, wenn so viele wie möglich mitmachen und diese Form des Weekend Writing ein Fixpunkt im kreativen Internet wird. Aber das überlasse ich der Zukunft. Jetzt geht es los – viel Spaß beim Schreiben!

Für alle WienerInnen: Ich gehe einmal im Monat zu einem Creative Writing Abend bei Barbara Stieff, wo wir uns im informellen Rahmen zum Schreiben treffen. Dabei steht das Ausprobieren und der spielerische Umgang mit Sprache im Mittelpunkt. Also kein Druck, es geht um den Spaß und den Prozess des Schreibens, wie bei dieser Übung. Wer mitmachen möchte, schreibt mir einfach eine Mail, ich leite es dann an Barbara weiter.

Für alle, die die Challenge im Internet teilen wollen: Unser Hashtag lautet #weekendwriting. Er wird bereits von AutorInnen im Netz benutzt, da passt unsere Übung gut dazu.

Share this Post

InesKreatives Schreiben: Weekend Writing #45

Kreatives Schreiben: Weekend Writing #32 und #33

Leave a Comment

So, jetzt ist es passiert – ich habe eine Weekend Writing Challenge einfach so unter den Tisch fallen lassen. Weil ich in Linz beim Crossing Europe Festival war und davor einen kleinen Arbeitsstress hatte und überhaupt… Jedenfalls gibts als Entschädigung heute dafür gleich zwei stimulierende Fotos zur Auswahl – auf dass die Geschichten aus euch nur so heraussprudeln sollen! (Hier gibt es übrigens die ganze sehenswerte Fotoserie.)

Für alle, die zum ersten Mal bei der Weekend Writing Challenge dabei sind: Es geht darum, dass ich hier immer am Samstag ein Foto als Inspiration für eine kurze Geschichte poste. Ihr könnt eure Texte einfach hier in den Kommentaren posten, gerne auch anonym. Ich freue mich übrigens nicht nur, wenn ihr mitmacht, sondern auch wenn ihr es (im Netz) weitererzählt. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser!

Helena Rubinstein's Glamour Factory, 1937

Helena Rubinstein’s Glamour Factory, 1937

Helena Rubinstein's Glamour Factory, 1937

Helena Rubinstein’s Glamour Factory, 1937

Hier kommt die Anleitung:

  1. Stell dir einen Timer (Küchenuhr, Handywecker…) auf 5 Minuten. Bereit?
  2. Schau dir das Foto 5 Minuten lang genau an. Die Menschen, die Körperhaltung, die Gegenstände. Was ist im Zentrum, was bzw. wer im Hinter- oder Vordergrund? Entdecke die Details, studiere die Gesichtsausdrücke. Was könnte die Geschichte zum Foto sein?
    Pling! Die 5 Minuten sind um.
  3. Stelle jetzt den Timer auf 15 Minuten. Los gehts mit dem Schreiben!
  4. Schreibe eine kurze Geschichte. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Vignetten, Augenblicke, Kurzgeschichten, Gedankenströme besser als lange, epische, romanhafte Ansätze. Und denk nicht zu lange nach! Es geht hier weniger um den Kopf als um die Intuition.
  5. Pling! Fertig.

Achtung: Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um den Spaß am Schreiben. Deshalb halte ich mich nach den 15 Minuten auch nur sehr kurz mit dem Umschreiben auf. Wenn ich selbst mitmache, korrigiere ich einige Formulierungen, für die mir ad hoc beim Durchlesen doch etwas besseres einfällt, aber im Großen und Ganzen lasse ich die Geschichten so, wie sie beim ersten Wurf entstehen und stelle sie eher „roh“ ins Blog.

Euch fällt nichts ein? Hier einige Fragen, die deiner Fantasie auf die Sprünge helfen können:

  • In welcher Beziehung stehen die Personen zueinander?
  • Wer hat das Foto gemacht, in welcher Beziehung steht die Person zu denen auf dem Foto?
  • Erzählt jemand etwas über die Personen auf dem Bild, oder ist eine Person vom Foto der Erzähler?
  • Wer ist die Hauptfigur, wie heißt er/sie, welchen Background hat er/sie?
  • Welche Erwartungen haben die Personen, was hoffen sie, was befürchten sie? Was sind ihre Lebensträume und Ziele? Was haben sie bereits erlebt?
  • Was ist der Konflikt, das Dilemma, das die Person gerade hat?
  • Was ist vor der Aufnahme passiert, und was passiert, nachdem der Auslöser gedrückt wurde?
  • Was oder wer steht außerhalb des Bildausschnitts?
  • Wie ist die Stimmung der Personen? Ändert sie sich in der kurzen Geschichte?
  • Wie riecht es, ist es warm oder kalt? Friert die Person, ist ihr heiß?

Wenn ihr eure Geschichte im Internet (z.B. auf eurem blog) postet, hinterlasst doch den Link hier in den Kommentaren. oder kopiert den Text in den Kommentar, gerne auch unter einem Pseudonym. Ich freue mich natürlich auch, wenn ihr diesen Artikel auf Facebook und Twitter teilt – es wäre schön, wenn so viele wie möglich mitmachen und diese Form des Weekend Writing ein Fixpunkt im kreativen Internet wird. Aber das überlasse ich der Zukunft. Jetzt geht es los – viel Spaß beim Schreiben!

Für alle WienerInnen: Ich gehe einmal im Monat zu einem Creative Writing Abend bei Barbara Stieff, wo wir uns im informellen Rahmen zum Schreiben treffen. Dabei steht das Ausprobieren und der spielerische Umgang mit Sprache im Mittelpunkt. Also kein Druck, es geht um den Spaß und den Prozess des Schreibens, wie bei dieser Übung. Wer mitmachen möchte, schreibt mir einfach eine Mail, ich leite es dann an Barbara weiter.

Für alle, die die Challenge im Internet teilen wollen: Unser Hashtag lautet #weekendwriting. Er wird bereits von AutorInnen im Netz benutzt, da passt unsere Übung gut dazu.

Share this Post

InesKreatives Schreiben: Weekend Writing #32 und #33

Kreatives Schreiben: Weekend Writing #31

Leave a Comment

Manchmal verliert man sich einfach aus den Augen. Ich bin gespant, welche Geschichten euch zu dem Foto von Elliott Erwitt einfallen!

Für alle, die zum ersten Mal bei der Weekend Writing Challenge dabei sind: Es geht darum, dass ich hier immer am Samstag ein Foto als Inspiration für eine kurze Geschichte poste. Ihr könnt eure Texte einfach hier in den Kommentaren posten, gerne auch anonym. Ich freue mich übrigens nicht nur, wenn ihr mitmacht, sondern auch wenn ihr es (im Netz) weitererzählt. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser!

Untitled, © Elliott Erwitt, 1963

Untitled, © Elliott Erwitt, 1963

Hier kommt die Anleitung:

  1. Stell dir einen Timer (Küchenuhr, Handywecker…) auf 5 Minuten. Bereit?
  2. Schau dir das Foto 5 Minuten lang genau an. Die Menschen, die Körperhaltung, die Gegenstände. Was ist im Zentrum, was bzw. wer im Hinter- oder Vordergrund? Entdecke die Details, studiere die Gesichtsausdrücke. Was könnte die Geschichte zum Foto sein?
    Pling! Die 5 Minuten sind um.
  3. Stelle jetzt den Timer auf 15 Minuten. Los gehts mit dem Schreiben!
  4. Schreibe eine kurze Geschichte. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Vignetten, Augenblicke, Kurzgeschichten, Gedankenströme besser als lange, epische, romanhafte Ansätze. Und denk nicht zu lange nach! Es geht hier weniger um den Kopf als um die Intuition.
  5. Pling! Fertig.

Achtung: Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um den Spaß am Schreiben. Deshalb halte ich mich nach den 15 Minuten auch nur sehr kurz mit dem Umschreiben auf. Wenn ich selbst mitmache, korrigiere ich einige Formulierungen, für die mir ad hoc beim Durchlesen doch etwas besseres einfällt, aber im Großen und Ganzen lasse ich die Geschichten so, wie sie beim ersten Wurf entstehen und stelle sie eher „roh“ ins Blog.

Euch fällt nichts ein? Hier einige Fragen, die deiner Fantasie auf die Sprünge helfen können:

  • In welcher Beziehung stehen die Personen zueinander?
  • Wer hat das Foto gemacht, in welcher Beziehung steht die Person zu denen auf dem Foto?
  • Erzählt jemand etwas über die Personen auf dem Bild, oder ist eine Person vom Foto der Erzähler?
  • Wer ist die Hauptfigur, wie heißt er/sie, welchen Background hat er/sie?
  • Welche Erwartungen haben die Personen, was hoffen sie, was befürchten sie? Was sind ihre Lebensträume und Ziele? Was haben sie bereits erlebt?
  • Was ist der Konflikt, das Dilemma, das die Person gerade hat?
  • Was ist vor der Aufnahme passiert, und was passiert, nachdem der Auslöser gedrückt wurde?
  • Was oder wer steht außerhalb des Bildausschnitts?
  • Wie ist die Stimmung der Personen? Ändert sie sich in der kurzen Geschichte?
  • Wie riecht es, ist es warm oder kalt? Friert die Person, ist ihr heiß?

Wenn ihr eure Geschichte im Internet (z.B. auf eurem blog) postet, hinterlasst doch den Link hier in den Kommentaren. oder kopiert den Text in den Kommentar, gerne auch unter einem Pseudonym. Ich freue mich natürlich auch, wenn ihr diesen Artikel auf Facebook und Twitter teilt – es wäre schön, wenn so viele wie möglich mitmachen und diese Form des Weekend Writing ein Fixpunkt im kreativen Internet wird. Aber das überlasse ich der Zukunft. Jetzt geht es los – viel Spaß beim Schreiben!

Für alle WienerInnen: Ich gehe einmal im Monat zu einem Creative Writing Abend bei Barbara Stieff, wo wir uns im informellen Rahmen zum Schreiben treffen. Dabei steht das Ausprobieren und der spielerische Umgang mit Sprache im Mittelpunkt. Also kein Druck, es geht um den Spaß und den Prozess des Schreibens, wie bei dieser Übung. Wer mitmachen möchte, schreibt mir einfach eine Mail, ich leite es dann an Barbara weiter.

Für alle, die die Challenge im Internet teilen wollen: Unser Hashtag lautet #weekendwriting. Er wird bereits von AutorInnen im Netz benutzt, da passt unsere Übung gut dazu.

Share this Post

InesKreatives Schreiben: Weekend Writing #31

Kreatives Schreiben: Weekend Writing #30

Leave a Comment

Letzte Woche hatten wir einen riesigen Hasen, und heute gibt es wieder eine animalische Inspiration. Und zwar in Form eines Krokodils, fotografiert von John Drysdale. Ich bin schon gespannt, welche Geschichten eurer Meinung nach hinter dem Foto stecken!

Für alle, die zum ersten Mal bei der Weekend Writing Challenge dabei sind: Es geht darum, dass ich hier immer am Samstag ein Foto als Inspiration für eine kurze Geschichte poste. Ihr könnt eure Texte einfach hier in den Kommentaren posten, gerne auch anonym. Ich freue mich übrigens nicht nur, wenn ihr mitmacht, sondern auch wenn ihr es (im Netz) weitererzählt. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser!

Weekend Writing Challenge #30; Foto: John Drysdale

Weekend Writing Challenge #30; Foto: John Drysdale

Hier kommt die Anleitung:

  1. Stell dir einen Timer (Küchenuhr, Handywecker…) auf 5 Minuten. Bereit?
  2. Schau dir das Foto 5 Minuten lang genau an. Die Menschen, die Körperhaltung, die Gegenstände. Was ist im Zentrum, was bzw. wer im Hinter- oder Vordergrund? Entdecke die Details, studiere die Gesichtsausdrücke. Was könnte die Geschichte zum Foto sein?
    Pling! Die 5 Minuten sind um.
  3. Stelle jetzt den Timer auf 15 Minuten. Los gehts mit dem Schreiben!
  4. Schreibe eine kurze Geschichte. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Vignetten, Augenblicke, Kurzgeschichten, Gedankenströme besser als lange, epische, romanhafte Ansätze. Und denk nicht zu lange nach! Es geht hier weniger um den Kopf als um die Intuition.
  5. Pling! Fertig.

Achtung: Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um den Spaß am Schreiben. Deshalb halte ich mich nach den 15 Minuten auch nur sehr kurz mit dem Umschreiben auf. Wenn ich selbst mitmache, korrigiere ich einige Formulierungen, für die mir ad hoc beim Durchlesen doch etwas besseres einfällt, aber im Großen und Ganzen lasse ich die Geschichten so, wie sie beim ersten Wurf entstehen und stelle sie eher „roh“ ins Blog.

Euch fällt nichts ein? Hier einige Fragen, die deiner Fantasie auf die Sprünge helfen können:

  • In welcher Beziehung stehen die Personen zueinander?
  • Wer hat das Foto gemacht, in welcher Beziehung steht die Person zu denen auf dem Foto?
  • Erzählt jemand etwas über die Personen auf dem Bild, oder ist eine Person vom Foto der Erzähler?
  • Wer ist die Hauptfigur, wie heißt er/sie, welchen Background hat er/sie?
  • Welche Erwartungen haben die Personen, was hoffen sie, was befürchten sie? Was sind ihre Lebensträume und Ziele? Was haben sie bereits erlebt?
  • Was ist der Konflikt, das Dilemma, das die Person gerade hat?
  • Was ist vor der Aufnahme passiert, und was passiert, nachdem der Auslöser gedrückt wurde?
  • Was oder wer steht außerhalb des Bildausschnitts?
  • Wie ist die Stimmung der Personen? Ändert sie sich in der kurzen Geschichte?
  • Wie riecht es, ist es warm oder kalt? Friert die Person, ist ihr heiß?

Wenn ihr eure Geschichte im Internet (z.B. auf eurem blog) postet, hinterlasst doch den Link hier in den Kommentaren. oder kopiert den Text in den Kommentar, gerne auch unter einem Pseudonym. Ich freue mich natürlich auch, wenn ihr diesen Artikel auf Facebook und Twitter teilt – es wäre schön, wenn so viele wie möglich mitmachen und diese Form des Weekend Writing ein Fixpunkt im kreativen Internet wird. Aber das überlasse ich der Zukunft. Jetzt geht es los – viel Spaß beim Schreiben!

Für alle WienerInnen: Ich gehe einmal im Monat zu einem Creative Writing Abend bei Barbara Stieff, wo wir uns im informellen Rahmen zum Schreiben treffen. Dabei steht das Ausprobieren und der spielerische Umgang mit Sprache im Mittelpunkt. Also kein Druck, es geht um den Spaß und den Prozess des Schreibens, wie bei dieser Übung. Wer mitmachen möchte, schreibt mir einfach eine Mail, ich leite es dann an Barbara weiter.

Für alle, die die Challenge im Internet teilen wollen: Unser Hashtag lautet #weekendwriting. Er wird bereits von AutorInnen im Netz benutzt, da passt unsere Übung gut dazu.

Share this Post

InesKreatives Schreiben: Weekend Writing #30

Kreatives Schreiben: Weekend Writing #29

Leave a Comment

Es gibt sie tatsächlich, die Leporiphobie, also die Angst vor Hasen. Und wenn man das Bild unten ansieht, bekommt man auch eine Idee, wie man selbige entwickelt. Dazu fällt euch doch sicher jetzt am Osterwochenende eine Geschichte ein, oder?

Für alle, die zum ersten Mal bei der Weekend Writing Challenge dabei sind: Es geht darum, dass ich hier immer am Samstag ein Foto als Inspiration für eine kurze Geschichte poste. Ihr könnt eure Texte einfach hier in den Kommentaren posten, gerne auch anonym. Ich freue mich übrigens nicht nur, wenn ihr mitmacht, sondern auch wenn ihr es (im Netz) weitererzählt. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser!

Happy Easter!

Happy Easter!

Hier kommt die Anleitung:

  1. Stell dir einen Timer (Küchenuhr, Handywecker…) auf 5 Minuten. Bereit?
  2. Schau dir das Foto 5 Minuten lang genau an. Die Menschen, die Körperhaltung, die Gegenstände. Was ist im Zentrum, was bzw. wer im Hinter- oder Vordergrund? Entdecke die Details, studiere die Gesichtsausdrücke. Was könnte die Geschichte zum Foto sein?
    Pling! Die 5 Minuten sind um.
  3. Stelle jetzt den Timer auf 15 Minuten. Los gehts mit dem Schreiben!
  4. Schreibe eine kurze Geschichte. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Vignetten, Augenblicke, Kurzgeschichten, Gedankenströme besser als lange, epische, romanhafte Ansätze. Und denk nicht zu lange nach! Es geht hier weniger um den Kopf als um die Intuition.
  5. Pling! Fertig.

Achtung: Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um den Spaß am Schreiben. Deshalb halte ich mich nach den 15 Minuten auch nur sehr kurz mit dem Umschreiben auf. Wenn ich selbst mitmache, korrigiere ich einige Formulierungen, für die mir ad hoc beim Durchlesen doch etwas besseres einfällt, aber im Großen und Ganzen lasse ich die Geschichten so, wie sie beim ersten Wurf entstehen und stelle sie eher „roh“ ins Blog.

Euch fällt nichts ein? Hier einige Fragen, die deiner Fantasie auf die Sprünge helfen können:

  • In welcher Beziehung stehen die Personen zueinander?
  • Wer hat das Foto gemacht, in welcher Beziehung steht die Person zu denen auf dem Foto?
  • Erzählt jemand etwas über die Personen auf dem Bild, oder ist eine Person vom Foto der Erzähler?
  • Wer ist die Hauptfigur, wie heißt er/sie, welchen Background hat er/sie?
  • Welche Erwartungen haben die Personen, was hoffen sie, was befürchten sie? Was sind ihre Lebensträume und Ziele? Was haben sie bereits erlebt?
  • Was ist der Konflikt, das Dilemma, das die Person gerade hat?
  • Was ist vor der Aufnahme passiert, und was passiert, nachdem der Auslöser gedrückt wurde?
  • Was oder wer steht außerhalb des Bildausschnitts?
  • Wie ist die Stimmung der Personen? Ändert sie sich in der kurzen Geschichte?
  • Wie riecht es, ist es warm oder kalt? Friert die Person, ist ihr heiß?

Wenn ihr eure Geschichte im Internet (z.B. auf eurem blog) postet, hinterlasst doch den Link hier in den Kommentaren. oder kopiert den Text in den Kommentar, gerne auch unter einem Pseudonym. Ich freue mich natürlich auch, wenn ihr diesen Artikel auf Facebook und Twitter teilt – es wäre schön, wenn so viele wie möglich mitmachen und diese Form des Weekend Writing ein Fixpunkt im kreativen Internet wird. Aber das überlasse ich der Zukunft. Jetzt geht es los – viel Spaß beim Schreiben!

Für alle WienerInnen: Ich gehe einmal im Monat zu einem Creative Writing Abend bei Barbara Stieff, wo wir uns im informellen Rahmen zum Schreiben treffen. Dabei steht das Ausprobieren und der spielerische Umgang mit Sprache im Mittelpunkt. Also kein Druck, es geht um den Spaß und den Prozess des Schreibens, wie bei dieser Übung. Wer mitmachen möchte, schreibt mir einfach eine Mail, ich leite es dann an Barbara weiter.

Für alle, die die Challenge im Internet teilen wollen: Unser Hashtag lautet #weekendwriting. Er wird bereits von AutorInnen im Netz benutzt, da passt unsere Übung gut dazu.

Share this Post

InesKreatives Schreiben: Weekend Writing #29

Kreatives Schreiben: Weekend Writing #24

Leave a Comment

Die Inspiration zur neuen Weekend Writing Challenge kommt heute sehr spät, aber dafür mit einem ganz besonderen Bild. Gestern ist Leonard Nimoy gestorben, der Darsteller des Spock. Was ich nicht wusste: Er war ein leidenschaftlicher Fotograf. Deshalb zeige ich euch heute eines seiner ganz frühen Bilder, das mir besonders gut gefällt. Darauf sieht man seine Eltern, Dora und Max. Mehr Bilder von Leonard Nimoy findet ihr auf dieser Website, darunter auch die ausdrucksstarke Serie „The Full Body Project„. Also: „Live long and prosper“, und lasst euch von den Fotos von Leonard Nimoy  inspirieren! Ich freue mich wie immer auf eure Geschichten zum Bild unten in den Kommentaren!

Für alle, die zum ersten Mal dabei sind: Es geht darum, dass ich hier immer am Samstag ein Foto als Inspiration für eine kurze Geschichte poste. Ihr könnt eure Texte einfach hier in den Kommentaren posten, gerne auch anonym. Ich freue mich übrigens nicht nur, wenn ihr mitmacht, sondern auch wenn ihr es (im Netz) weitererzählt. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser!

"Max and Dora" von Leonard Nimoy

„Max and Dora“ von Leonard Nimoy

Hier kommt die Anleitung:

  1. Stell dir einen Timer (Küchenuhr, Handywecker…) auf 5 Minuten. Bereit?
  2. Schau dir das Foto 5 Minuten lang genau an. Die Menschen, die Körperhaltung, die Gegenstände. Was ist im Zentrum, was bzw. wer im Hinter- oder Vordergrund? Entdecke die Details, studiere die Gesichtsausdrücke. Was könnte die Geschichte zum Foto sein?
    Pling! Die 5 Minuten sind um.
  3. Stelle jetzt den Timer auf 15 Minuten. Los gehts mit dem Schreiben!
  4. Schreibe eine kurze Geschichte. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Vignetten, Augenblicke, Kurzgeschichten, Gedankenströme besser als lange, epische, romanhafte Ansätze. Und denk nicht zu lange nach! Es geht hier weniger um den Kopf als um die Intuition.
  5. Pling! Fertig.

Achtung: Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um den Spaß am Schreiben. Deshalb halte ich mich nach den 15 Minuten auch nur sehr kurz mit dem Umschreiben auf. Wenn ich selbst mitmache, korrigiere ich einige Formulierungen, für die mir ad hoc  beim Durchlesen doch etwas besseres einfällt, aber im Großen und Ganzen lasse ich die Geschichten so, wie sie beim ersten Wurf entstehen und stelle sie eher „roh“ ins Blog.

Euch fällt nichts ein? Hier einige Fragen, die deiner Fantasie auf die Sprünge helfen können:

  • In welcher Beziehung stehen die Personen zueinander?
  • Wer hat das Foto gemacht, in welcher Beziehung steht die Person zu denen auf dem Foto?
  • Erzählt jemand etwas über die Personen auf dem Bild, oder ist eine Person vom Foto der Erzähler?
  • Wer ist die Hauptfigur, wie heißt er/sie, welchen Background hat er/sie?
  • Welche Erwartungen haben die Personen, was hoffen sie, was befürchten sie? Was sind ihre Lebensträume und Ziele? Was haben sie bereits erlebt?
  • Was ist der Konflikt, das Dilemma, das die Person gerade hat?
  • Was ist vor der Aufnahme passiert, und was passiert, nachdem der Auslöser gedrückt wurde?
  • Was oder wer steht außerhalb des Bildausschnitts?
  • Wie ist die Stimmung der Personen? Ändert sie sich in der kurzen Geschichte?
  • Wie riecht es, ist es warm oder kalt? Friert die Person, ist ihr heiß?

Wenn ihr eure Geschichte im Internet (z.B. auf eurem blog) postet, hinterlasst doch den Link hier in den Kommentaren. oder kopiert den Text in den Kommentar, gerne auch unter einem Pseudonym. Ich freue mich natürlich auch, wenn ihr diesen Artikel auf Facebook und Twitter teilt – es wäre schön, wenn so viele wie möglich mitmachen und diese Form des Weekend Writing ein Fixpunkt im kreativen Internet wird. Aber das überlasse ich der Zukunft. Jetzt geht es los – viel Spaß beim Schreiben!

Für alle WienerInnen: Ich gehe einmal im Monat zu einem Creative Writing Abend bei Barbara Stieff, wo wir uns im informellen Rahmen zum Schreiben treffen. Dabei steht das Ausprobieren und der spielerische Umgang mit Sprache im Mittelpunkt. Also kein Druck, es geht um den Spaß und den Prozess des Schreibens, wie bei dieser Übung. Wer mitmachen möchte, schreibt mir einfach eine Mail, ich leite es dann an Barbara weiter.

Für alle, die die Challenge im Internet teilen wollen: Unser Hashtag lautet #weekendwriting. Er wird bereits von AutorInnen im Netz benutzt, da passt unsere Übung gut dazu.

Share this Post

InesKreatives Schreiben: Weekend Writing #24