Una

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Kurhotel Semmering, Foto: Ines Häufler

Kurhotel Semmering, Foto: Ines Häufler

Das ist Una, der Geist des alten Jahres. Bald wird sie dort sein, wo die Geister aller vergangenen Jahre leben. Man möchte meinen, dass es da inzwischen etwas eng wird, aber das stimmt nicht. Warum das so ist, weiß Una auch nicht. Aber man muss ja nicht alles verstehen. Das ist übrigens eine der Sachen, die sie in den letzten Monaten gelernt hat.

Una erinnert sich noch genau an den Geruch des frischen Jahres. Nein, es riecht nicht nach verbrannten Böllern. Es hat nach Neubeginn gerochen. Danach, was die Menschen spüren, bevor es zu schneien beginnt. Wenn sie ihre Nasen in die kalte Luft strecken, tief einatmen, und dann mit einem wissenden Blick sagen „Es riecht nach Schnee“. Una findet, dass das neue Jahr nach Erwartung riecht, mit ein wenig Vorfreude darin und ein bisschen Hoffnung.

Brijuni, Foto: Ines Häufler

Brijuni, Foto: Ines Häufler

Jetzt denkt Una daran, wie gut sich die ersten Monate angefühlt haben. Jeden Tag neue Orte und neue Menschen, das war sehr aufregend – eine große Entdeckungsreise. Bis Una herausgefunden hat, wie sich Erschöpfung anfühlt. Da ist sie dann weniger schnell gereist und auch ein paar Mal stehen geblieben, damit sie sich von der warmen Sonne durchleuchten lassen kann.

In den letzten Monaten ist Una langsamer geworden, und stiller. Sie hat jetzt die Berge für sich entdeckt. Besonders gern mag sie den Nebel. Wie er kommt, sich verändert und dann wieder verschwunden ist. Una merkt, dass sie mit dem Nebel einiges gemeinsam hat. Das findet sie schön.

Weissensee, Foto: Ines Häufler

Weissensee, Foto: Ines Häufler

Was hüpft da durch die Luft? Una sieht nicht mehr so gut wie früher. Aber die Bewegung erinnert sie an etwas. An etwas von ganz früher. Genau, das muss das Neue Jahr sein. Una richtet sich auf und will es rufen. Sie muss dem Neuen Jahr von ihren Erlebnissen erzählen. Aber nein. Es ist besser, das Neue Jahr entdeckt die Welt und ihre Menschen selbst. Damit es seine eigenen Erinnerungen sammeln kann.

Una sieht sich noch einmal die Landschaft an. Sie lehnt sich zurück. „Ich glaube, es riecht nach Schnee“, sagt sie, und schließt sie Augen.

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InesUna

Neue Gewohnheiten, Snapchat und Bücherpost

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Das Schreiben entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Teil meines (Arbeits-)Lebens. Und weil ich will, dass das so bleibt und sogar eine noch größere Rolle spielt, mache ich es mir gerade zur Gewohnheit, es jeden Tag zu tun. Dabei jongliere ich neben der Drehbuchberatung und anderen Jobs sehr mit meiner Zeit und probiere unterschiedliche Abläufe aus, damit das wirklich zur Routine werden kann.

Hallo Snapchat! Das ist mein Snapcode. @ineshae

Hallo Snapchat! Das ist mein Snapcode. @ineshae

Momentan arbeite ich an einer fiktionalen Kurzgeschichte und habe beschlossen, den Schreibprozess ein bisschen auf Snapchat zu dokumentieren. Ich glaube, es geht mir eigentlich darum, mir selbst die Angst vor der ersten Phase des Schreibens zu nehmen. Leeres Papier ist für mich ein Monster. Aber ich muss das Papier in diesem Fall bis Mitte April füllen, da ist der Abgabetermin. Und weil man ja immer wieder liest, dass neue Gewohnheiten am besten dann zu selbigen werden, wenn man anderen Rechtfertigung schuldet, mache ich das öffentlich mittels Snapchat Stories, wo ich auch meinen übrigen Arbeitsalltag ein bisschen dokumentiere. Wer mir dort folgen will, findet mich hier als @ineshae.

Wie ein Wink mit dem Zaunpfahl war heute eine ganze Ladung Bücherpost in meinem Briefkasten. Nämlich die aktuelle Verlagsvorschau des Müry Salzmann Verlags, samt Werbung für mein Buch TALKING PASTA (yay!). Außerdem ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk vom Droemer Knaur Verlag (warum wir Geschenke austauschen, darf ich euch hoffentlich bald im Detail verraten). Ich durfte mir ein Buch wünschen, und habe mich für ETTA UND OTTO UND RUSSELL UND JAMES von Emma Hooper entschieden. Weil mir die Leseprobe gefallen hat, und das Video der Autorin auch. Und dann ist mir noch die Einladung zur Buchpräsentation von Daniel Wisser (hier beim Bachmannpreis 2011) am 18.2.2016 im Brut am Karlsplatz hereingeflattert. Daniel und ich kennen uns schon länger, und ich bin ein großer Fan seiner Textperformances, wo er skurrile Kürzestgeschichten rezitiert, die sich im Laufe der Auftritte immer wieder ein wenig verändern. Bisher gab es sie nur in seinem Kopf, jetzt endlich auch als Buch. Hurra!

Bücherpost!

Bücherpost!

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InesNeue Gewohnheiten, Snapchat und Bücherpost

The Hunger Games, Teil 2

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Also, ich mochte ja den ersten Teil von „The Hunger Games“ sehr. Ich mag das dystopische Setting, und vor allem mag ich die Hauptfigur: Katniss Everdeen ist ein Teenager, und trotzdem geht es nicht nur um die klassischen Liebesverwirrungen, sondern es geht um Loyalität, um Familie, um ein politisches Aufbegehren, um Leben und Tod. Und nebenbei eben auch um die Liebe.

In den Romanen, die ich alle gelesen habe, gefiel mir vor allem der politische Aspekt. Es geht um eine große (gesellschafts)politische Revolution, die es ohne Katniss nicht geben würde. Die eigentlichen Hunger Games im jeweils zweiten Akt waren mir persönlich dann sogar etwas zu lang, weil ich das Drumherum interessanter fand.

Jetzt freue ich mich schon lange auf Teil 2, und dann muss ich dieses Statement des Regisseurs Francis Lawrence lesen:

“I felt the love story in general was a bit buried in the first one,” says Lawrence. “I wanted to bring the love story to the surface. And when I say love story, I mean the triangle.”

Oje, bitte nicht, jetzt bekomme ich ein bisschen Angst. Bitte lasst mir meine Katniss, meine Heldin, die eben nicht jede Sekunde darüber nachdenkt, in wen sie wie sehr verliebt ist, sondern die sich mit der Revolution beschäftigt. Immerhin geht es im Trailer von Teil 2 nicht nur um die Liebe, und das beruhigt mich ein bisschen.

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InesThe Hunger Games, Teil 2

Drehvorbereitung DER STILLE BERG

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Der Regisseur Ernst Gossner bereitet gerade den Dreh von DER STILLE BERG vor (Drehbuch: Clemens Aufderklamm, Script Consulting: Scriptalicious).

Die Locations sind großartig, und zwar nicht nur in puncto Gebirgspanoramen. Hier ist z.B. das Hotel, in dem die Geschichte 1915 ihren Anfang nimmt.

Hotel für den Film DER STILLE BERG, © Der Stille Berg, 2012

Hotel für den Film DER STILLE BERG, © Der Stille Berg, 2012

Mehr Fotos und Informationen findet ihr auf der Facebookseite des Films.

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InesDrehvorbereitung DER STILLE BERG

Scorsese dreht HUGO CABRET

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Der neuen Suuchfunktion sei Dank weiß ich jetzt dass ich hier noch gar nichts über die geplante Verfilmung des Romans „The Inventions Of Hugo Cabret“ von Brian Selznick geschrieben habe. Dann wird es aber Zeit. Ich habe mich nämlich letztes Jahr in das Buch verliebt. Weil es so viele Zeichnungen enthält. Das wäre ans ich noch nichts Ungewöhnliches, würden sich diese Zeichnungen nicht stellenweise über mehrere Seiten erstrecken und die Geschichte nicht nur illustrieren sondern sie wortlos weitererzählen.

Das ist hier schwer zu beschreiben und verraten will ich eigentlich auch nicht zu viel, deshalb ich empfehle allen (vor allem den Erwachsenen) es einfach zu lesen.

Die Geschichte ist letztlich auch eine Hommage an das Bewegtbild, und es hat mich deswegen gar nicht gewundert dass es für die Leinwand adaptiert wird. Dass das ganze aber von Martin Scorsese gemacht wird, dass es in 3D geschieht und dass die Bestzung so hochkarätig ist hat mich dann doch verblüfft. Nicht dass ich das schlecht fände, im Gegenteil.

Der imdb-Eintrag verrät einige Namen, und dass wir noch ein bisschen länger als ein Jahr warten müssen bis wir es zu sehen bekommen. Ich bin schon sehr gespannt. Inzwischen können wir uns den Buchtrailer anschauen (Achtung, enthält meiner Meinung nach ein paar Spoiler):

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