Culinaire L’Evrope #1: Kärnten/Koroška

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Werbung/Transparenzhinweis: Das Burgtheater hat mir kostenlos ein Ticket für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Dankeschön! Darüber hinaus wurde ich nicht für diesen Artikel bezahlt, und die Meinung darin ist meine eigene.

Die kulinarische Europamaschine

Wir müssen uns bei den Großmüttern und Müttern bedanken. Meistens waren sie es, die aus Nichts etwas machen mussten, nachdem das Land von Krisen und Kriegen zerrüttet war. Kriege, die sie nicht angezettelt hatten. Deshalb gibt es oft zahlreiche Rezepte für ein einzelnes regionales Gemüse. Weil man nichts anderes hatte als dieses eine Gemüse, und daraus etwas Nahr- und Schmackhaftes machen musste, um die Familie durchzubringen.

Das ist nur einer von vielen Gedanken, die der Verleger und Gastrosoph Lojze Wieser am Samstag Abend in meinen Kopf gepflanzt hat.

Bis 12. 3. gibt es im Kasino am Schwarzenbergplatz den Scherpunkt "Europamaschine"
Bis 12.3.2020 gibt es im Kasino am Schwarzenbergplatz den Schwerpunkt „Europamaschine“

Culinaire L’Evrope heißt eine neue Veranstaltungsreihe des Burgtheaters, die zum Schwerpunkt Europamaschine gehört. Darin wird ein europäischer Landstrich durch ein mehrgängiges Menü­­ in Verbindung mit Lesungen, Essgeschichten und Musik erlebbar gemacht.

Bei der ersten Ausgabe war das Kärnten/Koroška. Burgtheaterdirektor Martin Kušej, selbst Kärntner, führte mit Lojze Wieser durch den Abend. Es wechselten sich Musik von den Talltones (quasi Tom Waits auf Kärntnerisch und Slowenisch) mit Lesungen oft kulinarikbezogener Texte von Peter Handke, Maja Haderlap, Axel Karner und Christine Lavant ab, vorgetragen durch die Ensemblemitglieder Birgit Minichmayr und Markus Scheumann. Essen und Wein (und am Ende der Apfelschnaps) waren hervorragend, genauso wie der Service der Schülerinnen und Schüler der Gastgewerbefachschule.

Soweit, so normal. Aber das ist auch genau das, worüber ich immer noch nachdenke. Es gab nämlich zwei Momente, in denen die angenehme „Wir essen gemütlich etwas und werden nebenbei von einer Kunst unterhalten“-Stimmung aufbrach. Das waren einerseits die Gedichte von Axel Karner, die Martin Kušej auf Kärntnerisch vortrug. Sie sind dunkel, und der Tod schwingt mit. Wenn man das hört, während man auf die gefüllte Kalbsbrust wartet, macht das etwas mit einem. Hier blitzte kurz die Tiefe durch, die so ein Themenabend über eine Region mit einer schwierigen Historie haben kann. Das mochte ich. Und dann gab es noch den Moment, als Richard Klammer, Sänger der Talltones, plötzlich ein Lied namens „Marie“ anstimmte, eine morbide Ballade über eine Frau, die wie eine Projektionsfläche jenes Mannes wirkt, der sie besingt, und sie mal als Hure, dann als Heilige betrachtet. Es geht um Sex, ums Vögeln, um den Duft von Maries Hüften. Und einige im Publikum senkten den Blick, manche Mundwinkel verzogen sich. Offenbar ist es nicht allen angenehm, so etwas zu hören, während man in den heiligen Hallen des Theaters sitzt, von Scheinwerfern angestrahlt wird, und guten Wein eingeschenkt bekommt.

Das Seltsame ist: Ich bin die letzte, die absichtliche Provokation in der Kunst mag. Ich habe das fast immer als angestrengte Effekthascherei erlebt. Den Eindruck hatte ich gestern nicht. Denn das Düstere gehört zu Kärnten und zu seiner Literatur, und Maries Sex gehört zum Leben.

Insofern hätte ich mir gewünscht, dass sich Martin Kušej am Anfang nicht mehrmals durch die Blume charmant dafür entschuldigt hätte, dass wir zwischen den Gängen durch Lesungen belästigt werden. Genau diese Texte haben für mich nämlich dem Essen einen neuen, tiefergehenden Kontext gegeben. Texte und Musik hätten für mich konzeptionell noch mehr auf Augenhöhe mit dem Essen inszeniert werden können. Ich mein‘, das ist das Burgtheater – scheisst’s euch ned an vor der Kunst, heast!

Aber wisst ihr, was schön war? Ich saß zufällig mit einigen Kärntnern am Tisch, und das war sehr praktisch. Erstens, weil sie mir übersetzen konnten, was ich im Menü nicht verstanden habe, zum Beispiel was Ponzker und Strankalan sind. Und zweitens, weil sie beim Essen Geschichten aus ihrer Heimat erzählt haben, die mir mehr Einblick in ein Bundesland gegeben haben, das ich nur aus dem Urlaub und dem Geschichtsunterricht kenne. Diese Tischgespräche mit fremden Menschen fand ich wunderbar, und ich frage mich gerade, ob man sie noch mehr zum Teil des Konzepts machen könnte.

Der größte Geschichtenerzähler des Abends war für mich aber Lojze Wieser, selbst Kärntner Slowene. Er hat zwischen den Gängen seine Kindheitserinnerungen mit anderen Geschichten verwoben, mit ruhiger Stimme und so warmherzig, dass ich immer ein bisschen traurig war, wenn er sich wieder vom Mikrophon zurückzog.

Und ich habe bemerkt, wie wichtig Dialekte für mich sind. Österreich ist nicht nur in einigen Landesteilen offiziell mehrsprachig (wie eben in Kärnten/Koroška), sondern auch inoffiziell durch unsere Dialekte. An meinem Tisch saßen Menschen aus vier verschiedenen österreichischen Bundesländern, und allein die Diskussion darüber, wie jeder von uns zu Roten Rüben sagt, war spannend. Und als Martin Kušej immer wieder in seinen Kärntner Dialekt rutschte, stellte sich im Saal ein fast kollektiver Reflex ein, mit allen per Du sein zu wollen. Ich kenne Momente, wo uns Dialekte trennen, aber an diesem Abend haben sie verbunden, war mein Gefühl.

Am Ende erstehe ich am Büchertisch noch einen mehrsprachigen Gedichtband von Axel Karner, und denke darüber nach, dass wir an diesem Abend teilweise das gegessen haben, was die einfachen Leute in Krisenzeiten kochten, aber dass so eine Qualität und die Kunst natürlich einen Preis haben, den sich die einfachen Leute heute nicht leisten könnten (das Ticket kostet 75 Euro, und das finde ich günstig, gemessen daran, was man dafür bekommt). Wahrscheinlich hätte ich mir gerade deswegen gewünscht, dass die Kunst mehr ins Rampenlicht rückt, und die Texte mit ihren scharfen Kanten uns im angenehmen Sättigungsgefühl auch einmal kurz weh tun und länger stehen bleiben dürfen. Der Apfelschnaps am Schluss hätte es eh wieder gerichtet.

Ein Glas Apfelschnaps
Zum Abschluss gab es Kärntner Reindling und einen Apfelschnaps

Clulinaire L’Evrope findet das nächste Mal am 26.02.2020 statt, mit dem Schwerpunkt Mähren/Morava.

p.s.: Selten im Leben habe ich so etwas Gutes gegessen, wie Ponzger (das sind Käferbohnen) mit Zwetschkenröster und zerlassener Butter. Hier erzählt Lojze Wieser davon. Es war das erste und, glaube ich, auch das einfachste Gericht des Abends, aber ich denke immer noch an den Geschmack.

p.p.s.: Für alle, die auf Instagram sind: Hier ist der Link zu meinem Instagram-Story-Highlight der Veranstaltung.

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InesCulinaire L’Evrope #1: Kärnten/Koroška

Nachrichten aus Venedig.

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Dieser Schnappschuss auf meinem Handy, den ich schon viermal gebackupt habe, um ihn nicht zu verlieren. Weil er alles ausdrückt, was an dem Tag bei den Filmfestspielen in Venedig passiert ist. Zuerst die Angst, den riesigen Kinosaal nicht zu füllen. Die Erinnerungen an die fünf Jahre, die es gedauert hat, bis er an dem Abend Weltpremiere haben kann. Die Frage, ob irgendwer den Film so verstehen wird, wie wir uns das gedacht haben. Die Freude, als sich der Film während der Vorführung mit den Menschen im ausverkauften Saal verbindet und sie zum lachen bringt. Die Verwunderung darüber und das anschließende Dauergrinsen, weil es sogar zweimal Szenenapplaus gibt. Und die unglaubliche Erleichterung danach, als der Applaus beim Abspann kaum aufhören will. Danke, Jessica und Peter, dass ihr mich schon zum vierten Mal auf eure Filmabenteuer mitnehmt. Und danke Leben, dass ich diesen Beruf haben kann. Der mich machmal zweifeln lässt, und der mir dann immer wieder so unglaublich viel Freude bereitet. ❤️

Jessica Woodworth und Peter Brosens (im Hintergrund, Mitte), die Regisseure von "King of the Belgians" nach der Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig.

Jessica Woodworth und Peter Brosens (im Hintergrund, Mitte), die Regisseure von „King of the Belgians“ nach der Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig.

Hier mehr zum Film KING OF THE BELGIANS:

Filmwebsite mit Trailer: http://kingof.be
Facebookseite: https://www.facebook.com/kingofthebe/
Peter Brosens und Jessica Woodworth: http://www.bofilms.be
Kritik in Variety: http://variety.com/2016/film/reviews/king-of-the-belgians-review-1201853854/
Kritik in Screenanarchy: http://screenanarchy.com/2016/09/venice-2016-review-king-of-the-belgians-could-be-the-crowning-glory-of-orizzonti.html
Interview (5 min.): http://www.fred.fm/uk/directors-peter-brosens-and-jessica-woodworth-talk-about-king-of-the-belgians-at-venezia73/
Fotostrecke vom Premierenabend: http://www.demorgen.be/fotografie/peter-van-den-begin-is-de-koning-te-rijk-in-venetie-f09dc4ca/

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InesNachrichten aus Venedig.

Vom Verkleiden und Verehren. Mein erster Besuch auf einer ComicCon.

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Mit Fotos kenne ich mich ein bisschen aus. Und ich mag Instagram. Von Comics habe ich aber keinen blassen Schimmer, zumindest nicht von der Marvel- und DC-Abteilung. Ich sammle keine Figuren, und Cosplay kenne ich nur aus dem Fernsehen. Deswegen habe ich zuerst nicht reagiert, als es über die IgersAustria Community Tickets für die Vienna ComicCon gab.

Fast Forward zum Nachmittag des 21. November. Es war eine Eintrittskarte übrig, und meine Neugierde hat gesiegt. Am Eingang empfängt mich Wolfgang von den IgersAustria mit meinem Ticket und zeigt mir gleich seinen Inktank-Stand mit dem  Hashtagprinter, der alle Instagramfotos mit dem Hashtag #vieccinktank automatisch ausdruckt.

viecc_inktank

Vienna ComicCon 2015. Der Inktank. Dahinter verbirgt sich der Hashtagprinter.

Überall wummert sehr laute Musik, und ich stehe kurz planlos herum. In den nächsten zwei Stunden schaue ich mich um, fotografiere und versuche die verschiedenen Faszinationen zu begreifen, die sich da in der kahlen Messehalle treffen.

Es gibt Menschen, die mit viel Können Figuren modellieren. Das würde ich auch gerne können, denke ich, aber nur kurz, weil ich gleich abgelenkt werde.

viecc_figurenbau

Vienna ComicCon 2015. Ich will können was er kann.

Es sind die vielen Brüste, die mich ablenken. Am Anfang schiebe ich es einfach aus meiner Wahrnehmung, aber sie sind nicht zu übersehen, diese Brüste. Sie hüpfen mir von Zeichnungen entgegen (sowohl von Männern als auch von Frauen gezeichnet), von Abbildungen, auf den Covers von Büchern, auf großen länglichen Polstern, von Mousepads, und am Ende auch noch in echt. Also auch die sind nicht echt, sondern aus Silikon (nehme ich an), aber sie gehören zu einem lebenden Menschen. Ich rede mir ein, dass das eben so ist bei den Mangas und in dieser Comic-Welt, aber ich kann nicht wegschieben, dass es mich nervt.

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Vienna ComicCon 2015. Mousepadbrüste.

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Vienna ComicCon 2015. LeeAnna Vamp ud ihre Brüste.

Das ist LeeAnna Vamp, und sie ist ein Star unter den Cosplayerinnen. Sie hat fast 650.000 Fans auf Facebook, und 146.000 folgen ihr auf Instagram. Als ich mir später die Seiten genauer ansehe, kann ich ein bisschen nachvollziehen, was sich da abspielt: Sie inszeniert sich als Projektionsfläche für eine bestimmte Zielgruppe, und das macht sie bewundernswert perfekt. Und davon bin jetzt sogar ich ein bisschen fasziniert.

Randnotiz: Es gibt sie natürlich, die Heldinnen, die nicht primär aus Busenfantasien bestehen. Im Universum des japanischen Animegroßmeisters Hayao Miyazaki zum Beispiel. Meine Freundin Bigii hat das auf der ComicCon als Prinzessin Mononoke bewiesen. Und immer wieder sehe ich Cosplayerinnen, die sich männliche Charaktere aneignen, auch das gefällt mir.

Aber zurück zur Messehalle. Dort sind es nicht nur die Brüste, die einen mittleren Reizüberflutungsanfall bei mir auslösen. An allen Ecken und Enden schreit irgendetwas „Kauf mich!“. Viel Manga und japanische Gimmicks, Cosplayzubehör, einiges aus dem Fantasy-Universum.

Vienna ComicCon 2015. KAUF MICH!

Vienna ComicCon 2015. KAUF MICH!

VieComicCon 2015. Kauft kleine Ohren! Kauft sie!

VieComicCon 2015. Kauft kleine Ohren! Kauft sie!

Und es gibt absurde Dinge: Wenn man ein Foto von sich auf dem Fahrersitz im echten K.I.T.T. aus Knight Rider haben will, muss man 20 Euro bezahlen. Das ist halt so auf ComicCons, vermute ich. Aber Knight Rider im Jahr 2015? Wahrscheinlich rechnet man damit, dass die Eltern, die mit ihren Kindern hier sind, aus Nostalgie über ihre eigene Kindheit ihre Geldbörse zücken.

Apropos Auto: Mir läuft plötzlich ein Bekannter über den Weg. Georg ist der erste Cosplayer, den ich persönlich kenne, und er sieht dem Regisseur und Comedian Kevin Smith wirklich ähnlich.

Aber wir unterhalten uns nicht über Filme, sondern über die Merkwürdigkeit, dass sich eine Fahrschule unter den Ausstellern befindet. Gut, vielleicht passt der gelbe Lamborghini, den sie dort stehen haben, zur Zielgruppe. Aber selbst nachdem ich mir später ein Zuckerl von der Fahrschulstand-Hostess schenken lasse, habe ich es noch nicht so wirklich verstanden.

Ich mische mich weiter unters Volk und schaue mir die vielen Cosplayer an. In einigen der Kostüme stecken sichtbar unzählige Nächte und Wochenenden, an anderen ist das billige Polyester der Stoffe und Perücken auffälliger als alles andere. Wieder andere lassen mich zweimal hinschauen, weil man die Kreativität sieht, mit der aus einfachen, alltäglichen Dingen fantasievolle Kostüme genäht wurden. Spaß haben aber alle. (Dass ich natürlich bei vielen nicht weiß, wen sie darstellen, ist mir peinlich, aber das sei normal, erzählt mir jemand.)

Vienna ComicCon 2015. Herzkönigin & Co.

Vienna ComicCon 2015. Herzkönigin & Co.

Vienna ComicCon 2015. Poison Ivy

Vienna ComicCon 2015. Poison Ivy

Vienna ComicCon 2015. Moi, lieb - die Ninja Turtles!

Vienna ComicCon 2015. Moi, lieb – die Ninja Turtles!

Vienna ComicCon 2015. Poison Ivy

Vienna ComicCon 2015. Star Wars!

Vienna ComicCon 2015. Na'vi und Co.

Vienna ComicCon 2015. Na’vi und Co.

Vienna ComicCon 2015. Hauteng.

Vienna ComicCon 2015. Hauteng.

Vienna ComicCon 2015. Er macht Geräusche!

Vienna ComicCon 2015. Er macht Geräusche! #starwars

Vienna ComicCon 2015. Hände hoch! #huch

Vienna ComicCon 2015. Hände hoch! #huch

Vienna ComicCon 2015. Wer ist das?

Vienna ComicCon 2015. (Wer ist das?)

Vienna ComicCon 2015. Kämpft!

Vienna ComicCon 2015. Kämpft!

Vienna ComicCon 2015. Zelda und Co.

Vienna ComicCon 2015. Zelda und Co.

Am Ende habe ich lange nachgedacht über die Lust am Verkleiden, und über das Verehren und Fansein. Ich bin ja selbst ein Fan, zum Beispiel von Game Of Thrones. Ich liebe es generell, in die Universen von Geschichten einzutauchen, auch über die Fernsehausstrahlung der Serie hinaus. Trotzdem würde ich mir dafür wahrscheinlich kein Cosplay aussuchen. Und auf den Eisernen Thron habe ich mich auch nicht gesetzt, obwohl die Schlange gar nicht so lang war. Der sah nämlich etwas mickrig aus, und das Sweatshirt des gelangweilten Whitewalkers war auch nur auf der Vorderseite bemalt.

Vienna ComicCon 2015. Aufstellen zum Größenvergleich!

Vienna ComicCon 2015. Aufstellen zum Größenvergleich!

Vienna ComicCon 2015. Der kleine Thrn und der gefakte Whitewalker.

Vienna ComicCon 2015. Bored Whitewalker is bored.

Worauf ich hinaus will: Ich habe entdeckt, dass es die Illusion ist, die mir gefällt. Die Vorstellung, dass diese fiktionale Welt real ist, zumindest für die 50 Minuten, in denen ich eine Episode lang beim Zuschauen hineinkippe. Aber wenn ich Batman in einer Messehalle Kaffeetrinken sehe, die Theaterfarbe am Whitewalker-Kostüm abblättert, oder Poison Ivy die Perücke verrutscht, dann löst sich die Illusion vor meinen Augen auf. Zwar überträgt sich die Freude am Fansein trotzdem, und ich bewundere den Aufwand, den ich bei den Cosplayern erkenne und habe Spaß, ihnen zuzusehen, aber für mich persönlich ist das nichts.

Vienna ComicCon 2015. Batman wacht auf.

Vienna ComicCon 2015. Batman wacht auf.

Nach zwei Stunden tun mir meine Füße weh, und mein Kopf dröhnt von der lauten Musik in der Halle. Das wars für mich, ich will gehen. Und dann bleibe ich doch nochmal hängen.

Wenn ich ganz oben gesagt habe, ich hätte mit Comics nichts am Hut, dann ist das ja ein klein wenig geflunkert. Denn Comics interessieren mich schon, aber nur die Indie Comics und die Graphic Novels, die sich oft an der Schnittstelle zwischen Illustration und Kunst bewegen. Hier war es ein Daumenkino, das mir ins Auge gesprungen ist.

Ich fange ein Gespräch an, und erfahre, dass die Menschen hinter dem Tisch Wolf Matzl und Moana Rom sind. Beide sind Mitglieder von Tisch 14 – unter diesem Namen haben sich mehrere österreichische IllustratorInnen und ComiczeichnerInnen zusammengeschlossen. Sie geben immer wieder Sammelbände heraus, und ich muss natürlich sofort einen davon kaufen.

Vienna ComicCon 2015. Yay, Daumenkinos!

Vienna ComicCon 2015. Yay, Daumenkinos!

Besonders angetan hat es mir aber das Daumenkino, das ich natürlich auch erstehe. Es gibt inzwischen viele verschiedene, und ich bin ganz begeistert von den unterschiedlichen Stilen und Geschichten, die da durch meine Finger rauschen. Und als Draufgabe kann ich nicht ohne den Minicomic Ja, aber… Das Zuckermonster von Moana Rom heimgehen.

Vienna ComicCon 2015. Ja, aber...

Vienna ComicCon 2015. Ja, aber…

Jetzt habe ich also doch noch einige tolle Trophäen als Erinnerung in der Tasche und bin ich endgültig bereit zu gehen. Die Ubahn teile ich mir noch mit einigen Cosplayern, und zu Hause bin ich dann wieder in meiner Welt. Mit vielen Fotos und um eine spannende Erfahrung reicher.

Danke nochmal an Wolfgang und die IgersAustria, ohne die ich das alles nicht erlebt hätte. 

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InesVom Verkleiden und Verehren. Mein erster Besuch auf einer ComicCon.