wieder da.

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diesmal eine trostlose stimmung in berlin. ein scheiß wetter, das mich zum kauf einer winterjacke verpflichtet (einer schönen winterjacke, immerhin).

termine, drehbücher, treatments, viel zu voller kopf & highspeed andauernd.

verwirrungen beim sich-einlassen auf den menschen gegenüber, und überhaupt.

wieder sehr schön gewesen mit s., m., v. und m. im wohnzimmer.

in k.’s wohnung sehr zu hause gefühlt (zum ersten mal in berlin eine wohnung für mich alleine, mehrere tage. sehr gut.)

mit e. gesprochen, dem praktikanten von m.. e. lebt von harzIV, hat 3 nebenjobs, worum er beneidet wird, und einen traum, aber noch kein ziel. fast alle, die ich in den letzten tagen kennen gelernt habe arbeiten in bars und suchen etwas in ihrem leben. keiner hat geld. jeder ist mit minimaler existenzsicherung beschäftigt. und alle suchen sie und suchen.

der besoffene, der am hellichten tag auf allen vieren über die kreuzung kriecht.

der schönste abend bei a., die einmal im monat einen themenabend organisiert, bei dem länderspezifisch gekocht wird und sich das architekturatelier in ein restaurant verwandelt. herumsprechen tut es sich durch mundpropaganda, und man bezahlt ein bisschen geld. unvorhergesehenerweise alleine hingegangen, und dann so wache und nette menschen dort, und das essen so gut.

überdosis kreuzberg.

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Ineswieder da.

review.

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gestern zum ersten mal bend it like beckham angeschaut. sehr gutes drehbuchhandwerk kann man da bewundern, und auch der look der fußballsequenzen funktioniert außergewöhnlich gut.

ich interessiere mich ja nicht für fußball. eigentlich. aber der film funktioniert frei nach dem klassischen dramaturgie-motto: „somebody wants something badly… and has a hard time getting it“. wenn man das gut macht, kann ein protagonist von mir aus der größte kugelschreiberproduzent der erde werden wollen (oder eben fußballerin) – wenn es richtig erzählt wird, ist es spannend. gutes lehrbeispiel. mehrmals anschauen!

und ja, ich habe geweint. aber das ist bei mir keine kunst, ich muss immer gleich weinen wenn der/die gute gewinnt und alle jubeln. call it anerkennungssehnsucht.

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Inesreview.

song!contest!

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finnland also. die monster mit headbangmusik. lustig.

so, schreiten wir zur analyse des abends.

die show beginnt mit einer antroposophisch anmutenden gesangsdarbietung, bei der als delfine verkleidete tänzer dekorative purzelbäume schlagen. interessant. die singende frau sieht mager aus und die hohen töne quietschen ein wenig. warum bei der performance ihres siegerliedes vom vorjahr im hintergrund weiß gekleidete menschen an gummibändern von der decke schweben ist sehr rätselhaft.

ist ihnen eigentlich auch schon mal aufgefallen, dass moderatoren als überleitung von einem rasanten showteil zum nächsten (ruhigeren) gerne so einen fröhlichen rhetorischen seufzer ausstoßen?

schweiz: herr siegel hat eine erwachsenenband gecastet. und sie wirken auch wie eine gecastete band. leider.

moldavien: der mann ist nicht attraktiv (das hat mir auch h. bestätigt, der mich während der show regelmäßig angerufen hat, um sich mit mir über den stand der dinge auszutauschen.). die choreografie birgt eine rätselhafte hochzeitsmetapher in sich, deren interpretation mir verwehrt bleibt.

israel: der song triggert eine starke kindheitserinnerung. genauer gesagt die textzeile „we can make it if we try“, bei der es sich in meinen augen um ein relikt der pathetisch angehauchten popmusik der 1980er handelt. hach, das waren zeiten…

lättland: a capella! da sag ich nur: flying pickets! ba-da, ba-da, badadada… (wobei die lätten leider einen nicht so eingängigen song gewählt haben.) was ist das eigentlich für ein seltsames männchen auf der bühne?

zwischenruf: in den letzten jahren waren die bühnenbilder immer so multimedial bunt gestaltet, dass man die sänger kaum sehen konnte. these: möglicherweise sind die meisten sänger deshalb in weiß gekleidet? oder weil weiß die statistische gewinnerfarbe ist. und über background-choreografien hinter mikrofonständern könnte man auch einmal eine abhandlung schreiben.

norwegen: auch in weiß. eigentlich schön. aber nicht auffallend genug. irgendwie.

spanien: heißa, jemand trägt rot! aber in einem fall mit leggins! stylepolice! warum hat die tänzerin eine stoppelglatze? und warum muss man hässlich bürostühle einbauen? und wieso können die nicht gut singen?

malta: der is voi schiach. iih.

zwischenruf 2: warum sind am anfang der griechischen tourismus-einspieler eigentlich immer nur so frauen zu sehen und keine feschen männer? und ist jemandem diese kurze ähnlichkeit zur ipod werbung aufgefallen?

deutschland: ja, das mag ich. und ich stehe dazu. es ist so angenehm „nett“.

dänemark: und wieder ganz in weiß. was haben die eigentlich an? westen? der song ist übrigens retro, d.. twist. deswegen noch mehr die frage: warum so nichtssagende kostüme?

russland: guter beginn: die lassen die bühne hinten schwarz. damit man auch den sänger gut erkennen kann. und am ende ein sterbender schwan! ui.

mazedonien: die schaut zuerst aus wie j.lo. und dann soingt sie „i wanna be with you“ und kickboxt gleichzeitig dem adressat (=zuseher) wild entgegen. mit solchen doppelbotschaften kann man ja nicht gewinnen.

rümänien: oje. de rmann jodelt. (für dieses r&b jodeln gibt es übrigens einen terminus technicus, der mir gerade entfallen ist.) wrum verstellen eigentlich dauernd tänzerInnen die sicht auf die sängerInnen? das lied selbst ist ein schlechter discosong wäh. da nützen dem sänger auch kleine 5 1/3 oktaven stimmumfang. selbst wenn er an einer stelle kingt wie die blaue diva im „5. element“.

bosnien: endlich! eine ballade! und ganz in weiß! ein gutes bühnenbild, und der song klingt recht „groß“.

(ACHTUNG: wegen akuter müdigkeit kommt die zweite hälfte der analyse morgen (sonntag). freuen sie sich mit mir auf einen nlp-gesteuerten song, die personifizierte höllenfahrt und die meernixenfrisur.)

hier gehts weiter:

litauen: die männer in den schwarzen anzügen spielen sich sofort in mein herz. das hat wohl mit dem nlp-gesteuerten song namens „we are the winners of eurovision“. ich mag das sehr, diese anmaßung, die mit einem gebrochenen ernst vorgetragen wird. (auch der plötzliche hexentanz des einen sängers war bemerkenswert und lässt die durchchoreogafierten beiträge der anderen nationen gleich in einem anderen licht erscheinen.)

england: ein lolitahafter schulmädchenchor und ein lehrer in einer killbill-farbigen jacke. hmm. h. ruft an und findet das gut. ich glaube er hat recht. mädchenchor ist eigentlich immer gut.

griechenland: die fuchtelt so mit dem mikrofon. und hat eine interessante bluse an. das lied aber ist weniger interessant.

finnland: jessas. is schon arg, irgendwie. wie die schiachperchten. das ließe jetzt große interpretationen über die archaische faszination am bösen zu und so weiter. und wenn man das lied rückswärts spielt fährt man sicher diretissima in die hölle.

ukraine: in rot und weiß. das heißt in den beiden siegerfarben. das lied klingt ein bissl wie von shakira. fesch.

frankreich: ganz in weiß. naja. ich glaube das lied ist wirklich schön. wenn man alle töne trifft.

kroatien: eine ethno-performance! endlich! angeblich ist es ein lied über stilettos. hm.

irland: schön kitschig. sehr kitschig, um genau zu sein. hach seufz.

schweden: das outfit! es ruft uns förmlich entgegen: „ich bin das meer!“. aber das lied klingt wie ein alter disco-song. oje.

türkei: schon wieder lauter nervöse tänzer. aber eine sexy stimme. vor allem im sprechteil. ansonsten solider discopop mit putzigem refrain („süperstar!“). und haare wie eine meernixe. ich mochte den auftritt.

armenien: ein mann mit einer lustigen kapuze. aber warum performt er auf einem tisch? und alle haben so komische bandeln. bondage? bandltanz? man weiß es nicht.

fazit: das ergebnis finde ich richtig gut. meine geheimen favoriten waren die litauer (wegen der vordergründigen und mit halbem ernst vorgetragenen botschaft) und die türkei (wegen der sprechstimme). aber ich freue mich jetzt schon auf die finnische show nächstes jahr. auf dass uns die seltsamen finnen überraschen mögen.

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Inessong!contest!

aftermath

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„sie müssen nur den nippel durch die lasche ziehn“ (live)
„ich war noch niemals in new york“ (auch live)
aus der abteilung „dinge, die man nicht ganz fassen konnte“: die netrebkov. und herr villazon. mit den wiener philharmonikern. (natürlich live)
kobebeefsteak!
die luster (lobmeyr, i suppose)
die flotte sohle des einen regisseurs. und erst der produzent.
komplimente für meinen look. (vielleicht doch auch im alltag den banalen turnschuhlook abstellen?)

was für ein fest.

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Inesaftermath

preperation

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noch drei stunden bis zum gala-event des besten kunden in der hofburg. habe wieder damenprobleme:

> brauche ich noch schnell so zusätzliches makeup-zeugs? (benutze ich ja kaum, sowas)
> sitzen die selbst gebügelten bundfalten der hose richtig? (i hate bügeln)
> ertrage ich die absatzschuhe? (ich, das turnschuhmädchen)
> weiß ich mich zu benehmen (file under: ich hoffe ich muss weder hummer noch artischocken essen)
> sitze ich am tisch mit fremden (prüfung für die sozialen und kommunikativen fähigkeiten!)
> wird es regnen? (if yes: where to put my umbrella?)
> wann lese ich jetzt noch schnell den zweiten teil dieses drehbuchs, über das ich mit dem autor heute abend smalltalken sollte? (hilfe.)
halten Sie mir die daumen. alles wird gut.

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Inespreperation

exklamation!

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im drehbuch wird an drei verschiedenen stellen als reaktion von verschiedenen figuren „oh!“ gesagt. sonst nichts.

ich so: da könnte man doch etwas konkreteres…
der autor so: aber wenn man das spielt!
(der autor spielt das „oh!“ vor. der autor ist nämlich auch schauspieler.)
ich so: nun, das „oh!“ kann man so und so interpretieren. wenn nun der regisseur das anders…
der autor so: also, dieses „oh!“…
ich so: (inwendig) seufz.

(to be coninued)

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Inesexklamation!